Schweißparameter

Schweißparameter

Strom, Spannung, Drahtvorschub, Polarität und die Schweißpositionen.

Parameter sind keine unabhängigen Regler. Der Strom bestimmt Einbrand und Größe des Schmelzbades, die Spannung die Lichtbogenlänge und die Nahtbreite, die Schweißgeschwindigkeit verteilt die Energie über die Länge der Verbindung. Ändere einen, und die beiden anderen müssen mit — deshalb kommen «richtige Einstellungen» immer als Satz.

Die Position schreibt sie dann alle um. In der Wannenlage hält die Schwerkraft das Bad in der Fuge, in jeder anderen Lage nicht: das Bad muss kleiner werden — weniger Strom, dünnere Elektrode und eine Technik, die dem Metall Zeit zum Erstarren lässt.

Die Rechnerei hinter den Einstellungen steht in den Rechnern; in diesem Bereich geht es darum, was die Zahlen bewirken.

Häufige Fragen

Welchen Parameter ändere ich zuerst, wenn die Naht nicht stimmt?

Den Strom, und zwar um etwa 10 %. Er wirkt am stärksten auf Einbrand und Badgröße, und die Änderung ist sofort an der Raupe zu sehen. Erst wenn der Strom stimmt, sagt das Nachstellen von Spannung und Schweißgeschwindigkeit etwas Brauchbares aus.

Worin unterscheiden sich PF und PG?

In der Richtung. PF ist steigend: guter Einbrand, langsam, und das, was im Stahlbau mit «senkrecht» gemeint ist. PG ist fallend: schnell, flach, und nur an dünnem Blech und an zellulosegeschweißten Wurzeln richtig. PG dort einzusetzen, wo PF gefordert war, erzeugt zuverlässig Bindefehler.