Arbeitssicherheit

Arbeitssicherheit

Persönliche Schutzausrüstung, Rauchabsaugung, Heißarbeiten, elektrische Gefahr, Erste Hilfe.

Vier Gefährdungen, und hinter jeder steht eine Norm: Augen und Haut durch Strahlung und Spritzer, die Lunge durch Rauch, das Gebäude durch Feuer und der Schweißer durch den elektrischen Strom.

Zwei davon werden auf eine bestimmte Art unterschätzt. Der Rauch wurde 2017 als Karzinogen der Gruppe 1 eingestuft — der gesamte Schweißrauch, nicht nur der Anteil vom Edelstahl —, und was wirkt, ist die Absaugung am Lichtbogen, nicht das offene Tor. Der Stromschlag wird abgetan, weil die Schweißspannung niedrig ist; entscheidend ist aber die Leerlaufspannung vor dem Zünden, und auf nasser Haut sinkt die gefährliche Schwelle deutlich.

Bei der dritten, dem Feuer, geht es vor allem um Zeit: die meisten Brände nach Heißarbeiten beginnen eine Stunde oder länger, nachdem alle gegangen sind.

Häufige Fragen

Ist Schweißrauch wirklich krebserzeugend?

Ja — die IARC hat 2017 den gesamten Schweißrauch als Karzinogen der Gruppe 1 eingestuft, nicht nur den Anteil vom Edelstahl. Deshalb wurden die Anforderungen an die Absaugung in Europa danach verschärft, und deshalb zählt ein offenes Tor nicht als Schutzmaßnahme.

Die Schweißspannung ist niedrig. Ist der Stromschlag eine echte Gefahr?

Ja. Maßgeblich ist die Leerlaufspannung vor dem Zünden — 50 bis 90 V, bei manchen Wechselstromgeräten bis 113 V —, und die Gefahrenschwelle liegt bei etwa 50 V. Nasse Haut senkt den Körperwiderstand um eine Größenordnung.

Wie lange muss die Brandwache bleiben?

Mindestens eine Stunde nach Ende der Arbeit, nach manchen Regelwerken zwei. Die meisten Brände nach Heißarbeiten beginnen, nachdem alle gegangen sind — aus einem Funken, der in Staub oder Dämmung weitergeglommen ist.