Schweißverfahren

Schweißverfahren

E-Hand, MIG/MAG, WIG und die übrigen Verfahren: wie sie arbeiten, wofür sie taugen und wo sie die falsche Wahl sind.

Drei Verfahren decken fast das ganze Handschweißen ab, und die Nummern aus EN ISO 4063 sind das, was auf einer WPS steht: 111 für die Stabelektrode, 131 und 135 für MIG und MAG, 141 für WIG.

Ehrlich wählt man danach, was einen begrenzt. Draußen und auf verschmutztem oder rostigem Stahl gewinnt E-Hand, weil es seinen Schutz in der Umhüllung mitbringt. Wo viel Schweißgut hin muss und ein Dach über dem Kopf ist, gewinnt MIG/MAG über Abschmelzleistung und Lichtbogenzeit. Wo die Verbindung dünn, sichtbar oder auf Anhieb richtig sein muss, gewinnt WIG — als einziges Verfahren, das die Wärme vom Zusatzwerkstoff trennt.

Jeder Beitrag geht denselben Weg: wie sich der Lichtbogen tatsächlich verhält, was die Einstellungen bewirken, wo das Verfahren an seine Grenze kommt und welche Fehler in jeder Prüfung auftauchen.

Häufige Fragen

Welches Verfahren lernt ein Anfänger zuerst?

E-Hand, aus zwei Gründen. Die Ausrüstung ist ein Kasten und zwei Leitungen, es kann also weniger schiefgehen; und weil alles sichtbar und langsam abläuft, lernt man das Schmelzbad zu lesen. Wer eine ordentliche Elektrodenraupe zieht, hat MIG an einem Nachmittag heraus. Umgekehrt gilt das nicht.

Was bedeuten die Zahlen 111, 135 und 141?

Das sind die Ordnungsnummern nach EN ISO 4063, und sie stehen auf der WPS und auf deiner Bescheinigung — nicht die Handelsnamen. 111 ist Lichtbogenhandschweißen, 131 MIG, 135 MAG mit Massivdraht, 136 Fülldraht, 141 WIG.

Kann ich mit MIG draußen schweißen?

Nur hinter einer Abschirmung. Rund 2 m/s Wind reißen den Gasschutz weg, und das ist ein leichter Luftzug. Draußen bleiben praktisch E-Hand oder selbstschützender Fülldraht — beide bringen ihren Schutz im Zusatzwerkstoff mit.