Zusatzwerkstoffe und Gase

Zusatzwerkstoffe und Gase

Elektroden, Drähte, Schutzgase, Wolframelektroden, Pulver.

Der Zusatzwerkstoff entscheidet mehr über die Naht als das Gerät. Eine Umhüllung ist keine Verpackung: sie schirmt den Lichtbogen ab, bildet die Schlacke, stabilisiert den Lichtbogen elektrisch und legiert das Schweißgut — wer die Umhüllung wechselt, hat das Verfahren gewechselt.

Zwei Dinge lohnen sich richtig zu lernen. Die Bezeichnung lesen, denn E 42 4 B 42 H5 nennt Festigkeit, Kerbschlagklasse, Umhüllung und Wasserstoffstufe, und diese vier Angaben entscheiden, ob die Elektrode zur Verbindung passt. Und die Lagerung, denn eine basische Elektrode, die eine Nacht auf der Werkbank verbracht hat, ist keine wasserstoffkontrollierte Elektrode mehr — was auch immer auf der Packung steht.

Häufige Fragen

Welche Umhüllung für den Anfang?

Rutil. Sie zündet beim ersten Versuch, läuft mit Wechsel- und Gleichstrom, verzeiht einen langen Lichtbogen, und die Schlacke springt fast von allein ab. Basische Elektroden lehren am Anfang schlechte Gewohnheiten, weil der Kampf um den brennenden Lichtbogen alles andere überdeckt, was schiefläuft.

Müssen basische Elektroden wirklich rückgetrocknet werden?

An einer Verbindung, auf die es ankommt: ja. Eine basische Umhüllung nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf, Feuchtigkeit wird im Lichtbogen zu Wasserstoff, und Wasserstoff erzeugt Kaltrisse einen Tag nachdem die Naht in Ordnung aussah. Zwei Stunden bei 300–350 °C, danach der Köcher bei 100–150 °C.

Wie ersetze ich eine Elektrode durch eine andere?

Nach drei Dingen, in dieser Reihenfolge: Festigkeitsklasse, Kerbschlagklasse, Umhüllungstyp. Bei den ersten beiden gleich oder höher — und an einer kritischen Verbindung nie eine basische durch eine rutile ersetzen. Der Markenname steht ganz am Ende.