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Stromerzeuger für das Schweißgerät

Ein 160-A-Gerät braucht keinen 160-A-Stromerzeuger — es braucht die Leistung, die es aus dem Netz zieht, und eine Reserve dafür, dass es sie in Sprüngen zieht. Unten gerechnet vom Typenschild, denn nur das sagt die Wahrheit.

Woher die Zahlen kommen

Die Scheinleistung des Geräts steht unmittelbar auf dem Typenschild: S = U₁ · I₁max bei einphasigem Anschluss und S = √3 · U₁ · I₁max bei dreiphasigem. Das ist die Leistung, die das Gerät wirklich aus der Steckdose zieht — und nicht der Schweißstrom, der in großen Ziffern auf dem Gehäuse steht.

Die Umrechnung „Schweißstrom → Netzaufnahme“ über Wirkungsgrad und Leistungsfaktor streut fast um das Doppelte, weil beide von der Bauart abhängen. Deshalb fragt dieser Rechner den Schweißstrom gar nicht erst ab.

Die Reserve: warum drei Werte

GerätetypReserveWarum
Inverter mit PFC×1,3 Der Korrektor glättet die Aufnahme, die Last ist nahezu linear
Inverter ohne PFC×1,8 Der Eingangsgleichrichter zieht Stromspitzen, die das Aggregat tragen muss
Transformator×2,5 Niedriger Leistungsfaktor und harter Stoß bei jeder Zündung
Werkstattpraxis, keine Norm

Diese Faktoren sind gerundete Erfahrung und so zu lesen. Die Anleitungen von Schweißgerät und Stromerzeuger haben Vorrang: mancher Hersteller nennt die Mindestleistung der Quelle direkt, und dann ist die Diskussion beendet. Wo zwei Zahlen auseinandergehen, gilt die größere.

AVR ist keine Option

Ein Aggregat ohne automatische Spannungsregelung hält die Spannung nur bei gleichbleibender Last. Schweißen ist eine sprunghafte Last: Zünden, Tropfenkurzschluss, Pause. Ohne AVR springt die Spannung mit, und die Eingangselektronik des Inverters nimmt diese Sprünge auf sich.

Der zweite Punkt, nach dem man vor dem Kauf fragen sollte, ist die Verzerrung der Spannung. Inverter-Stromerzeuger liefern eine sauberere Kurvenform und behandeln das Schweißgerät schonender als einfache synchrone Aggregate, kosten aber mehr.

Drei Dinge aus der Praxis

Die Einschaltdauer zählt doppelt. Ein knapp bemessenes Aggregat erwärmt sich mit dem Gerät, und warm gibt es weniger Leistung ab. Wer lange Nähte plant, rechnet die Reserve vom oberen Rand her — dabei hilft der Rechner zur Einschaltdauer.

Auch die Leitung vom Aggregat verliert Volt. Zehn Meter unterdimensionierte Verlängerung machen die Leistungsreserve zunichte, für die Sie bezahlt haben. Wie viel genau — Spannungsfall am Kabel.

Die Erdung des Aggregats ist ein eigenes Thema. Arbeiten im Freien am Stromerzeuger hebt die Schutzmaßnahmen nicht auf und verändert sie in vielen Konfigurationen — Näheres in der elektrischen Sicherheit.

Häufige Fragen

Woher nehme ich I₁max?

Vom Typenschild des Geräts. Dort steht es zweimal: I₁max ist die Netzstromaufnahme beim höchsten Schweißstrom, I₁eff der über die Einschaltdauer gemittelte Wert. Für die Auswahl des Stromerzeugers gilt I₁max: das Aggregat muss die Spitze bedienen, nicht den Mittelwert.

Warum muss der Stromerzeuger größer sein als das Gerät?

Weil ein Schweißgerät eine nichtlineare, gepulste Last ist. Es zieht den Strom in Sprüngen, im Takt von Zündung und Tropfenkurzschluss, und der Generator antwortet darauf mit Spannungs- und Drehzahleinbruch. Die Reserve deckt diese Sprünge ab; ohne sie sackt die Spannung, der Bogen erlischt, und beim Inverter endet es in der Elektronik.

Kann man ohne AVR schweißen?

Mit einem Transformatorgerät mühsam ja. Mit einem Inverter nein. Ein ungeregeltes Aggregat schickt bei Lastwechsel Spannungsspitzen los, und die Eingangselektronik eines Inverters verzeiht sie nicht; die Reparatur kostet meist mehr als der Aufpreis für ein Aggregat mit AVR.

Autor: SpawBaza Aktualisiert: