Einschaltdauer und Absicherung
Wie lange das Gerät bei deinem Arbeitsstrom durchhält, wie lange es danach kühlen muss, was es dem Netz abverlangt und welche Sicherung dazu gehört.

Der Zehn-Minuten-Zyklus
Die Einschaltdauer bezieht sich immer auf zehn Minuten. «200 A bei 20 %» heißt zwei Minuten Lichtbogen und acht Minuten Pause — und das ist die Zahl, die groß auf dem Karton steht. Vergleichbar sind Geräte über den Strom bei 60 %, und der steht auf dem Leistungsschild.
Die Umrechnung folgt aus der Wärme: der Strom geht quadratisch ein. Halbierst du den Strom, vervierfacht sich die zulässige Zeit — deshalb schweißt dasselbe Gerät bei 100 A oft dauerhaft, das bei 200 A nach zwei Minuten abschaltet.
Kennlinie statt Nennstrom
Ein Inverter lädt beim Einschalten seine Zwischenkreiskondensatoren, und dieser kurze Stoß liegt weit über dem Betriebsstrom. Ein Schalter mit B-Kennlinie löst dabei aus, obwohl nichts defekt ist. Abhilfe ist die C-Kennlinie beim gleichen Nennstrom — eingebaut von einer Elektrofachkraft, nie durch eine größere Sicherung mit falscher Kennlinie ersetzt. Die Symptome und ihre Zuordnung stehen unter das Gerät löst die Sicherung aus.
Und die Zuleitung
Ein Verlängerungskabel auf der Trommel ist zweimal falsch: der Querschnitt ist meist zu klein, und aufgerollt heizt es sich auf. Abgerollt und mit 2,5 mm² verschwindet ein Teil der Probleme, die man dem Gerät zuschreibt. Für die Schweißseite gilt dasselbe — siehe Schweißkabel-Querschnitt.
Häufige Fragen
Warum reicht die 16-A-Sicherung nicht?
Weil der Netzstrom des Geräts nicht der Schweißstrom ist. 160 A Schweißstrom bei 230 V bedeuten je nach Wirkungsgrad 25 bis 30 A auf der Netzseite. Dazu kommt der Einschaltstrom, den ein Schalter der Kennlinie B als Fehler liest.
Was heißt 60 % Einschaltdauer?
Sechs Minuten Schweißen und vier Minuten Pause in jedem Zehn-Minuten-Zyklus nach EN 60974-1, bei dem angegebenen Strom. Bei kleinerem Strom wird die Zeit länger — genau das rechnet dieser Rechner aus.
Welcher Generator reicht?
Rechne mit der Scheinleistung des Geräts plus rund 30 % für den Einschaltstrom. Ein Generator, der auf dem Papier passt, geht beim Zünden in die Knie — und wiederholte Unterspannung ist für einen Inverter schädlicher als Überlast.
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