Stahlzaun: Pfosten- und Riegelrechner
Länge, Höhe und Pfostenabstand angeben, und der Rechner zählt Pfosten, Riegel und Felder, die Stahlmasse und die Blechfläche.
Kurze Antwort
Ein typischer Zaun ist 20 m lang und 2 m hoch, mit Pfosten 60×60×3 alle 2,5 m, 900 mm einbetoniert (9 Pfosten à 2900 mm), und 16 Riegeln 40×20×2 à 2440 mm, mit 0,5-mm-Trapezblech. Der Stahl wiegt etwa 209 kg, mit Blech rund 389 kg. Über 2 m Höhe braucht man einen dritten Riegel, bei 3 m Abstand einen dritten Riegel oder Profil 40×40. Stell den Strom nach dem dünneren Riegel (2 mm) ein: MAG 90–110 A mit 0,8-mm-Draht oder 2,5-mm-Elektrode bei 70–90 A.
Ein Rechenbeispiel: 20 Meter, 2 m hoch
Ein typischer Abschnitt: 20 m Zaun, 2 m hoch, Pfosten aus 60×60×3 alle 2,5 m mit 900 mm Einbindetiefe, Riegel aus 40×20×2 und 0,5 mm Trapezblech.
| Bauteil | Profil | Länge, mm | Stück |
|---|---|---|---|
| Pfosten | 60x60x3 | 2900 | 9 |
| Riegel | 40x20x2 | 2440 | 16 |
Die Masse ist ohne die Eckradien des Profils gerechnet und liegt deshalb meist drei bis fünf Prozent über den Normtabellen: scharfe Ecken haben mehr Werkstoff als gerundete. Ein Zuschlag für Sägeschnitt und Schnittfehler ist nicht enthalten: beim Einkauf eine Handelslänge dazunehmen.
Achte auf die zwei Profile in der Liste: Pfosten und Riegel sind verschieden, und das ist kein Detail. Riegel aus demselben 60×60er Rohr wie die Pfosten bringen auf zwanzig Meter Zaun über hundert Kilogramm Stahl mehr und nichts an Festigkeit.
Pfostenabstand und Zahl der Riegel
2,5 m sind weder Tradition noch Tafelmaß, sondern ein Kompromiss zwischen Riegelsteifigkeit und Pfostenzahl: Ein 40×20er Riegel biegt sich auf 2,5 m nur wenig durch, und die Trapezblechtafeln (Nutzbreite rund 1,1 m) werden an die Riegel geschraubt, egal wo die Pfosten stehen.
- 2,5 m — der Standard, zwei Riegel, keine Diskussion.
- 3 m — alle dreißig Meter zwei Pfosten weniger, aber ein 40×20er Riegel hängt auf dieser Spannweite sichtbar durch: ein dritter Riegel oder 40×40 wird nötig.
- Über 2 m Höhe braucht es bei jedem Abstand einen dritten Riegel: das Blech beginnt im Wind zu flattern, und was es hält, ist nicht die Steifigkeit des Pfostens, sondern der Mittelriegel.
Windlast. Ein geschlossener Zaun 20 × 2 m sind vierzig Quadratmeter Segel, und auf freiem Feld ist das eine ganz andere Sache als in einer Straße zwischen Häusern. Auf einem offenen Grundstück sinkt der Abstand und das Profil wächst — das entscheidet man vor Ort, nicht ein Rechner.
Pfosten
- Alle einbetonieren, nicht jeden zweiten: der Wind wirkt gleichmäßig auf die ganze Fläche.
- Einbindetiefe 0,9–1,2 m, unter die Frostgrenze.
- Oben verschließen — ein offenes Rohr läuft voll Wasser und platzt im Winter an der Naht auf.
- Die Riegel erst anschweißen, wenn alle Pfosten an der Schnur ausgerichtet, lotrecht und der Beton abgebunden ist.
Schweißparameter
Hier werden zwei verschiedene Profile geschweißt: ein Pfosten mit 3 mm und ein Riegel mit 2 mm Wand. Den Strom für das dünne Teil einstellen — den Riegel —, sonst brennt er durch, bevor der Pfosten überhaupt warm wird. Die Werte sind dieselben wie auf der Seite Vierkantrohr schweißen; der Rechner oben zeigt die Zeile für die gewählte Wanddicke.
| Wand, mm | Profil | MIG/MAG | E-Hand |
|---|---|---|---|
| 1,2 | 20×20, 20×40 | 0,8 mm · 50–70 A · 16–17 V | 2,0 mm · 50–65 A, unterbrochene Naht |
| 1,5 | 40×20, 40×40 | 0,8 mm · 70–90 A · 17–18 V | 2,0 mm · 55–70 A, unterbrochene Naht |
| 2,0 | 40×40, 60×40 | 0,8 mm · 90–110 A · 17–19 V | 2,5 mm · 70–90 A |
| 3,0 | 60×40, 80×40 | 0,8–1,0 mm · 120–140 A · 19–21 V | 3,2 mm · 90–120 A |
| 4,0 | 80×40, 100×50 | 1,0 mm · 140–170 A · 19–21 V | 3,2 mm · 110–140 A |
Material und Gewicht nach Bauteilen
Für 20 m Zaun, 2 m hoch, Pfosten alle 2,5 m, liefert der Rechner:
- Pfosten 60×60×3 — neun à 2900 mm (2000 über Gelände plus 900 im Beton), 26,1 m bei 5,37 kg pro Meter.
- Riegel 40×20×2 — sechzehn à 2440 mm: der Riegel sitzt zwischen den Pfosten und ist deshalb um eine Pfostenbreite kürzer als der Abstand. 39 m bei 1,76 kg pro Meter.
- Trapezblech 0,5 mm — 40 m², rund 180 kg.
Das Gestell wiegt rund 209 kg, mit Blech rund 389 kg. Nach Teilen: ein Pfosten etwa 16 kg, ein Riegel etwa 4,3 kg — stehen die Pfosten, baut man den Zaun auch allein. Ein dritter Mittelriegel bringt acht Teile, rund 34 kg und 16 Knoten dazu — Häkchen im Rechner setzen, und die Liste rechnet neu. Für 32 Knoten und 3,8 m Naht gehen etwa 0,07 kg Draht oder 0,11 kg Elektroden drauf: beim Zaun wird von allen Projekten am wenigsten pro Meter geschweißt.
Welches Werkzeug man braucht
- Ein Schweißgerät: für die Riegel reichen 90–110 A mit MAG oder 70–90 A mit der 2,5er Elektrode; für die Kappen auf den 3-mm-Pfosten bis 140 A oder die 3,2er Elektrode.
- Ein Verlängerungskabel — die Zaunlinie ist immer weit weg von der Steckdose. Auf einem langen, dünnen Kabel verliert das Gerät Spannung und Strom; den Querschnitt zur Länge rechnet der Abschnitt „Die Verlängerung in Zahlen“ vor.
- Anreißen: Maurerschnur, Maßband 20–30 m, Wasserwaage, eine Messlatte mit den Riegelhöhen, wenn möglich ein Linienlaser.
- Für die Pfosten: Erdbohrer, Schotter fürs Bett, Beton, provisorische Streben.
- Winkelschleifer mit Trenn- und Fächerscheibe, Zwingen, Magnetwinkel.
Anreißen und Heften
Ein Zaun beginnt mit den Endpfosten. Sie werden zuerst gesetzt, in beiden Richtungen im Lot, und zwischen ihnen zwei Schnüre gespannt — oben und am Boden. Alle Zwischenpfosten richtet man nach diesen Schnüren aus, nicht jeden einzeln mit der Wasserwaage: so wird die Linie gerade, auch wenn eine einzelne Messung etwas daneben liegt.
- Pfostenstellen misst man vom ersten Pfosten aus mit einem Maßband: 2500, 5000, 7500 … — nie vom vorigen. Sonst summiert sich der Fehler, und das letzte Feld ist eine Handbreit kürzer oder länger als der zugeschnittene Riegel.
- Riegelhöhen werden mit der Messlatte von einer Linie aus angezeichnet — Schnur oder Laserlinie —, nicht mit dem Maßband vom Boden: der Boden ist uneben, und die Riegel würden wellig. Der obere Riegel sitzt 200–300 mm unter der Blechoberkante.
- Jeder Riegel kommt zwischen die Pfosten, wird mit der Zwinge angedrückt und oben und unten an beiden Enden geheftet. Dann Wasserwaage auf den Riegel, erst danach die durchgehenden Nähte.
Ablauf Schritt für Schritt mit Einstellwerten
- Pfosten einbetonieren. Ohne Schweißen. Riegel erst schweißen, wenn der Beton abgebunden hat und die Pfosten nicht mehr nachgeben: ein Riegel an einem frisch betonierten Pfosten zieht ihn mit.
- Pfostenköpfe auf eine Linie kürzen, am Hang feldweise abgetreppt.
- Riegel. Eingestellt auf die dünne Riegelwand: Draht 0,8 mm, 90–110 A, 17–19 V oder Elektrode 2,5 mm mit 70–90 A, Lichtbogen auf den Pfosten. Die Seitenflächen des Knotens sind senkrechte Nähte; der Riegel ist dünn und nicht tragend, er kann fallend mit kurzem Bogen geschweißt werden. Die Unterseite ist eine Überkopfnaht und kommt zuletzt.
- Pfostenkappen — 3 mm Wand: Draht 0,8–1,0 mm, 120–140 A, 19–21 V oder Elektrode 3,2 mm mit 90–120 A. Kunststoffkappen gehen auch.
- Reinigen, grundieren, lackieren — vor dem Blech.
- Trapezblech mit Dachschrauben an die Riegel.
Wie Pfosten und Riegel gerade bleiben
Beim Zaun verzieht sich weniger der Rahmen als die Pfosten: schweißt man alle Riegel nacheinander auf derselben Seite, zieht jede Naht ihren Pfosten zu sich, und am Ende der Strecke stehen die Pfosten im Fischgrätmuster. Die Reihenfolge dagegen:
- Erst die ganze Strecke heften, Pfosten an der Schnur prüfen, dann schweißen.
- Jedes zweite Feld: erstes, drittes, fünftes … dann zweites, viertes.
- Knotenseiten im Wechsel: oben, unten, dann die Seiten — nicht in einem Zug rundherum; so biegt sich der dünne Riegel nicht.
Anstrich und Rostschutz
Die übliche Folge: Spritzer abschlagen, Nähte verschleifen, entfetten, Rostschutzgrund, Lack in zwei Schichten, Nähte separat mit dem Pinsel. Zwei Besonderheiten beim Zaun. Erstens vor dem Blech streichen: die Riegelseite hinter dem Blech erreicht man später nicht mehr. Zweitens die Zone am Boden: ein Pfosten rostet zuerst dort, wo er aus dem Beton kommt, weil sich dort Feuchtigkeit hält. Diesen Bereich bekommt eine Schicht mehr, und der eingegrabene Teil vor dem Betonieren einen Bitumenanstrich. Pfostenköpfe zuschweißen oder abdecken — ein offenes Rohr läuft voll Wasser.
Wie lange es dauert
20 m Zaun sind 32 Knoten und 3,8 m Naht. Geschweißt ist schnell; die Zeit steckt im Boden:
- Anreißen und neun Pfostenlöcher — körperlich der schwerste Schritt.
- Pfosten setzen und betonieren, dann Pause, bis der Beton abgebunden hat.
- Riegel — ein schneller Schritt, wenn die Teile zugeschnitten sind und die Messlatte angezeichnet ist.
- Anstrich und Blech — mit Trocknungszeiten laut Datenblatt.
Ein Gartentor im selben Zaun rechnet man getrennt — der Gartentor-Rechner setzt auch seine Pfosten auf die Liste. Übliche Zaunbauweisen zeigt die Seite Metallzäune. Werkbank, Carport und Treppe rechnen die übrigen Projektrechner.
Was die Arbeit meistens verdirbt
- Pfosten ins Lot, ohne Schnur. Jeder steht senkrecht, und die Linie schlängelt sich. Zwischenpfosten nur an der Schnur zwischen den Endpfosten.
- Von Pfosten zu Pfosten gemessen. Der Fehler summiert sich, das letzte Feld passt nicht zum zugeschnittenen Riegel. Alle Marken vom ersten Pfosten.
- Riegel vom Boden aus gemessen. Sie folgen dem Gelände, das Blech wird wellig. Von Schnur oder Laser anzeichnen.
- Riegel an frisch betonierte Pfosten. Der Pfosten folgt der Naht.
- Blech vor dem Anstrich. Hinter dem Blech bleiben blanke Riegel — und die rosten zuerst.
- Durchhängende Riegel. Pfostenabstand über 2,5 m bei 40×20er Riegeln oder kein dritter Riegel bei einem Zaun über 2 m Höhe.
- Rost in den Nähten und am Boden. Spritzer vor dem Grundieren nicht entfernt, Pfosten oben offen gelassen. Kappen setzen und den Pfostenfuß einmal mehr streichen.
Häufige Fragen
Welchen Pfostenabstand wählen?
2,5 m ist der Standard, den die Steifigkeit des Riegels vorgibt: Ein 40×20er Riegel hängt auf dieser Spannweite noch nicht sichtbar durch und flattert nicht im Wind, und es werden nicht zu viele Pfosten. Das Blech bestimmt den Abstand nicht — die Tafeln (Nutzbreite rund 1,1 m) werden unabhängig von den Pfosten an die Riegel geschraubt. 3 m spart Pfosten, aber ein 40×20er Riegel hängt auf dieser Spannweite durch, und ein dritter wird nötig.
Zwei Riegel oder drei?
Bis 2 m Höhe reichen zwei. Über 2 m beginnt das Blech im Wind zu flattern, und ein dritter Riegel in der Mitte beseitigt das ganz. Das Kästchen im Rechner anklicken, um den Unterschied in Metern zu sehen.
Wie viel Stahl gehen in 20 Meter?
Zwanzig Meter Zaun, 2 m hoch, bei 2,5 m Pfostenabstand: neun Pfosten aus 60×60×3 zu je 2,9 m und sechzehn Riegel aus 40×20×2 — rund 65 m Profil und 210 kg Stahl, dazu 40 m² Blech.
Welche Einstellwerte für Riegel 40×20×2 an Pfosten 60×60×3?
Auf das dünnere Teil, den Riegel: Draht 0,8 mm, 90–110 A, 17–19 V oder Elektrode 2,5 mm mit 70–90 A, Lichtbogen auf den Pfosten. Die Werte für 3 mm Wand (120–140 A) braucht man nur, wenn am Pfosten selbst geschweißt wird — Kappe oder Fußplatte.
Wie setze ich Zaunpfosten in eine gerade Linie?
Endpfosten ins Lot stellen, zwischen ihnen zwei Schnüre spannen — oben und am Boden — und die Zwischenpfosten an den Schnüren ausrichten. Pfostenstellen vom ersten Pfosten mit einem Maßband messen (2500, 5000, 7500 …), nicht vom vorigen, sonst summiert sich der Fehler.
Wie lange dauert es, einen Metallzaun selbst zu bauen?
Geschweißt wird wenig: 20 m sind 32 Knoten und rund 4 m Naht. Die meiste Zeit kosten die Löcher, das Setzen der Pfosten und das Warten, bis der Beton abgebunden hat. Mit zugeschnittenen Teilen und angezeichneter Messlatte gehen die Riegel schnell.
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