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Zäune

Vom Zaun sieht man nur die Füllung; arbeiten tut das, was unter der Erde steckt. Deshalb fängt das Gespräch besser nicht beim Trapezblech an, sondern beim Boden: er entscheidet, ob der Zaun nach drei Wintern noch gerade steht.

Ein ganzes Feld

Ein Zaunfeld besteht aus zwei Pfosten, zwei Riegeln dazwischen und der Füllung auf den Riegeln. Oben läuft eine Leiste, unten bleibt ein Abstand zum Boden. Alles Weitere sind Varianten dieser vier Teile.

Zaunfeld: zwei Pfosten mit Betonfundamenten im Schnitt, zwei Riegel auf Konsolen, linke Hälfte mit Trapezblech, obere Leiste, Abstand zum Boden und Maße für Höhe, Feld und Tiefe
Ein Feld mit Fundamenten im Schnitt. Unter der Erde steckt mehr Pfosten, als man denkt: 1,2 m bei 1,8 m Zaunhöhe.

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Dieses Verhältnis lohnt sich zu merken: bei 1,8 m Zaunhöhe sitzen etwa 1,2 m Pfosten im Boden. Ein Drittel des Rohrs sieht man nie — und genau dieses Drittel trägt alles.

Womit das Feld geschlossen ist

Sechs Füllungen des Feldes zwischen den Pfosten: Trapezblech, Metallzaunlatten, 3D-Panel, geschweißtes Gitter mit Spitzen, Schmiedeeisen und Lamellen
Sechs Füllungen. Dicht oder luftdurchlässig ist keine Frage der Optik, sondern der Last auf den Pfosten.

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Füllungen zerfallen in zwei Gruppen, und nicht nach Preis. Dichte — Trapezblech, Lamellen, enge Schmiedearbeit — schließen den Hof ab, fangen aber Wind; ihre Pfosten stehen enger und tiefer. Luftdurchlässige — Zaunlatten, 3D-Panel, geschweißtes Gitter — lassen Wind durch und erlauben größere Felder.

  • Trapezblech — die günstigste Art, ein Grundstück vollständig zu schließen, an einem Tag gestellt.
  • Metallzaunlatten — teurer, aber sauberer im Bild und ohne Segelwirkung.
  • 3D-Panel — die Werkslösung für lange Umfänge: schnell, gerade, ohne Schweißen vor Ort.
  • Geschweißtes Gitter mit Spitzen — der Klassiker am Haus; nach Feldmaß gefertigt.
  • Schmiedeeisen — am teuersten und immer nach Maß.
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Pfosten: sechs Arten, sie zu setzen

Die Methode wählt man nach dem Boden, nicht nach dem Budget. Auf festem Lehm funktioniert alles; auf hebendem Boden mit hohem Wasserstand wird der Beton samt Pfosten hochgedrückt, und im Frühjahr steht der Zaun in Wellen.

Sechs Arten, einen Zaunpfosten zu setzen: Einbetonieren, Einrammen, Schraubfundament, Verfüllen mit Schotter, Ziegelpfeiler mit Ankerplatten und Befestigung auf fertigem Sockel
Sechs Methoden. Schotterverfüllung und Schraubpfahl gewinnen dort, wo Beton herausgedrückt wird: das Wasser darf weg, statt am Pfosten zu bleiben.

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Die Schotterverfüllung wird oft unterschätzt: der Pfosten wird gerammt oder in eine Bohrung gestellt und der Ringraum mit verdichtetem Schotter gefüllt. Das Wasser sickert ab, um den Pfosten kann nichts gefrieren, und es kostet weniger als Beton. Ein Haken bleibt — für die Pfosten eines schweren Tors taugt es nicht.

Welche Profile und warum

Ein Zaunpfosten ist ein im Boden eingespannter Kragarm: Der Wind drückt auf die Füllung, und das ganze Moment geht in die Stelle, an der das Rohr in Beton oder Schotter steckt. Deshalb wird der Pfosten aus einem Hohlprofil gemacht, gespart wird an der Füllung:

  • Pfosten für durchlässige Füllung — 60×60×3, 5,19 kg/m;
  • Pfosten für geschlossenes Blech oder am Tor — 80×80×4, 9,22 kg/m;
  • Riegel — 40×20×2, 1,68 kg/m, oder 40×40×2, 2,31 kg/m, bei langen Feldern;
  • Latten — 20×20×2, 1,05 kg/m, oder 25×25×2, 1,36 kg/m.

Der Riegel 40×20 wird hochkant eingebaut: Bei gleicher Masse biegt er sich unter den Latten weniger durch und sammelt kein Wasser auf der flachen Seite. Ein Hohlprofil statt Winkel lohnt sich auch in der Füllung — der Winkel sammelt Wasser und Laub in jedem Schenkel. Gewichte anderer Größen stehen im Hohlprofil-Rechner.

Knoten und Nähte

Ein Zaun besteht überwiegend aus nicht bemessenen Teilen, und die Wände sind dünn: Bei 2 mm Rohr ergibt die Regel 0,7·t 1,4 mm, weit unter a3, der kleinsten tragenden Kehlnaht nach EN 1993-1-8. An Latten und Riegeln soll die Naht vor allem dicht verbinden und die Wand nicht durchbrennen — es kommt auf die richtige Stromstärke und kurze Raupen an, nicht auf die Nahtdicke. Tragend ist erst der Knoten Riegel–Pfosten und Pfosten–Torplatte; dort gelten die Regeln aus dem Kehlnahtrechner.

  • Umlaufend schweißen, nicht heften — eine mit zwei Punkten geheftete Latte lässt einen Spalt, in dem Wasser steht, und der Rost beginnt von innen.
  • Kappen auf die Pfosten — ein offenes Rohr füllt sich mit Wasser, das im Winter gefriert und das Profil knapp über dem Boden aufsprengt.
  • Felder in der Werkstatt schweißen, mit Haltern montieren — Schweißen an einem verzinkten Pfosten vor Ort brennt das Zink weg; jede solche Stelle muss gereinigt und mit Zinkspray ausgebessert werden.

Wie man dünnes Rohr ohne Durchbrand schweißt, zeigt der Artikel Vierkantrohr schweißen.

Reihenfolge von Fertigung und Montage

  1. Aufmaß und Abstecken — Grundstücksgrenze, Lage von Tor und Pforte, Pfostenabstand passend zur Seitenlänge, nicht umgekehrt.
  2. Stückliste und Zuschnitt — wie viele Pfosten, Riegel und Latten und wie sie aus den Stangen geschnitten werden.
  3. Felder in der Werkstatt — auf dem ebenen Tisch in einer Schablone geschweißt, damit alle gleich werden.
  4. Beschichtung — Feuerverzinkung, Duplex mit Pulver oder Lack, bevor die Felder zur Baustelle fahren.
  5. Pfosten — zuerst End- und Eckpfosten mit Schnur dazwischen, dann die Zwischenpfosten nach Schnur und Wasserwaage.
  6. Warten auf den Beton — beim Einbetonieren etwa eine Woche, bevor die Felder eingehängt werden; bei Schotterverfüllung und Schraubfundamenten geht es sofort.
  7. Felder, Tor, Pforte — zuletzt Einstellen und Ausbessern der Beschichtung.

Korrosionsschutz

Ein Zaun steht sein ganzes Leben im Regen, an der Straße auch im Salz. Grundierung mit Lack bringt 3–5 Jahre bis zum ersten Rost, Pulverbeschichtung 7–10, Feuerverzinkung über 25 und Zink mit Polymer über 30 Jahre — und an einem Zaun entlang der Straße sieht man den Unterschied schon nach wenigen Wintern. Am schnellsten rostet der Pfosten knapp über dem Boden und jede Stelle, die nach dem Verzinken geschnitten oder geschweißt wurde. Trapezblech schneidet man nicht mit dem Winkelschleifer: Die überhitzte Kante verliert ihre Beschichtung und rostet zuerst.

Typische Fehler

  • Geschlossene Füllung auf weit stehenden Pfosten — der Zaun wirkt wie ein Segel, und die Pfosten neigen sich nach dem ersten Sturm.
  • Beton in frostempfindlichem Boden — im Frühjahr steht der Zaun in Wellen; dort Schotter oder Schraubfundament.
  • Kein Abstand zum Boden — die Unterkante steht in Wasser und Schnee und rottet von unten.
  • Pfosten ohne Kappen — Wasser im Rohr gefriert und sprengt es.
  • Schweißen auf Zink ohne Ausbessern — die verbrannte Stelle rostet in der ersten Saison.

Material berechnen: Beispiel 25 m Zaun

Gerader Zaun, 25 m lang und 1,5 m hoch, zehn Felder à 2,5 m, 11 Pfosten à 2,6 m (1,5 m über dem Boden und 1,1 m im Beton), zwei Riegel je Feld, Latten 1,4 m im Abstand von 12 cm — 20 je Feld. Ohne Tor und Pforte.

BauteilProfilLänge, mStk.kg/mkg
Pfosten60×60×32,60115,19148,4
Riegel40×20×22,50201,6884,0
Latte20×20×21,402001,05294,0
Summe526,4
Mit 5 % Zuschlag553

Das ergibt 526 kg netto und 553 kg mit Zuschlag — über 20 kg je laufenden Meter, mehr als die Hälfte davon Latten. Hier bringt der Zuschnittplan am meisten: Aus einer 6-m-Stange kommen vier Latten à 1,4 m, und jede Stange hinterlässt fast 0,4 m Rest. Eine Latte von 1,2 m ergibt ebenfalls nur vier Stück, weil fünf mit 3 mm Schnittbreite über 6000 mm kommen — eine Latte von 1,19 m ergibt dagegen fünf. Solche Entscheidungen fallen vor der Stahlbestellung. Das Ganze mit Tor und Torpfosten rechnet der Stücklistenrechner.

Wie es weitergeht

Ein Zaun wird fast nie getrennt von Tor und Pforte bestellt: gleiche Füllung, gleiche Farbe, gleiche Logik der Pfosten — nur stehen die des Tors tiefer. Braucht der Umfang auch Fenstergitter, siehe Gitter, Türen und Luken. Preis und Termine stehen unter Ablauf und Preis.

Häufige Fragen

Welches Feldmaß zwischen den Pfosten?

2,5–3 m bei leichter Füllung, 2,0–2,5 m bei geschlossenem Trapezblech. Ein dichter Zaun arbeitet als Segel, und mit dem Feldmaß wächst die Last auf den Pfosten schneller als die Ersparnis an Pfosten.

Wie tief kommt ein Zaunpfosten?

1,0–1,2 m beim Einbetonieren — unter die Frostgrenze. Auf hebendem Boden wird der Beton samt Pfosten herausgedrückt; dort gewinnen Schraubfundament oder Schotterverfüllung: sie lassen das Wasser weg, statt es am Pfosten zu halten.

Wozu der Abstand zum Boden?

Damit die Unterkante nicht in Wasser und Schnee steht. Üblich sind 8–12 cm: genug, damit der Zaun von unten nicht wegrostet und der Mäher darunter kommt, zu wenig für einen Hund.

Wie lange hält ein Zaun aus Trapezblech?

So lange wie seine Beschichtung. Eine Polyesterschicht auf Zink hält 10–15 Jahre, sofern die Tafeln nicht vor Ort mit dem Winkelschleifer geschnitten werden: die überhitzte Kante rostet zuerst. Pfosten und Riegel überleben die Füllung und werden meist einmal ersetzt.

Aus welchem Profil macht man Zaunpfosten?

Für luftdurchlässige Füllungen (Latten, Doppelstabmatten, Gitter) meist aus Rohr 60×60×3 — 5,19 kg/m; für eine geschlossene Blechfüllung, die den Wind wie ein Segel fängt, nimmt man einen stärkeren Pfosten und setzt ihn enger, etwa 80×80×4 (9,22 kg/m). Riegel sind 40×20×2 oder 40×40×2. Der Pfosten muss um den Teil im Boden länger sein als der Zaun: beim Einbetonieren 1,0–1,2 m.

Wie viel Stahl braucht ein 25 m langer Lattenzaun?

Im Beispiel auf dieser Seite — Zaun 1,5 m hoch, 11 Pfosten 60×60×3, Riegel 40×20×2 und Latten 20×20×2 im Abstand von 12 cm — sind es rund 530 kg netto und rund 550 kg mit Zuschlag, also über 20 kg je laufenden Meter. Mehr als die Hälfte der Masse sind die Latten, nicht die Pfosten.

Autor: , Schweißer und Metallbauer Aktualisiert:

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