Zäune
Vom Zaun sieht man nur die Füllung; arbeiten tut das, was unter der Erde steckt. Deshalb fängt das Gespräch besser nicht beim Trapezblech an, sondern beim Boden: er entscheidet, ob der Zaun nach drei Wintern noch gerade steht.
Ein ganzes Feld
Ein Zaunfeld besteht aus zwei Pfosten, zwei Riegeln dazwischen und der Füllung auf den Riegeln. Oben läuft eine Leiste, unten bleibt ein Abstand zum Boden. Alles Weitere sind Varianten dieser vier Teile.

Dieses Verhältnis lohnt sich zu merken: bei 1,8 m Zaunhöhe sitzen etwa 1,2 m Pfosten im Boden. Ein Drittel des Rohrs sieht man nie — und genau dieses Drittel trägt alles.
Womit das Feld geschlossen ist

Füllungen zerfallen in zwei Gruppen, und nicht nach Preis. Dichte — Trapezblech, Lamellen, enge Schmiedearbeit — schließen den Hof ab, fangen aber Wind; ihre Pfosten stehen enger und tiefer. Luftdurchlässige — Zaunlatten, 3D-Panel, geschweißtes Gitter — lassen Wind durch und erlauben größere Felder.
- Trapezblech — die günstigste Art, ein Grundstück vollständig zu schließen, an einem Tag gestellt.
- Metallzaunlatten — teurer, aber sauberer im Bild und ohne Segelwirkung.
- 3D-Panel — die Werkslösung für lange Umfänge: schnell, gerade, ohne Schweißen vor Ort.
- Geschweißtes Gitter mit Spitzen — der Klassiker am Haus; nach Feldmaß gefertigt.
- Schmiedeeisen — am teuersten und immer nach Maß.
Pfosten: sechs Arten, sie zu setzen
Die Methode wählt man nach dem Boden, nicht nach dem Budget. Auf festem Lehm funktioniert alles; auf hebendem Boden mit hohem Wasserstand wird der Beton samt Pfosten hochgedrückt, und im Frühjahr steht der Zaun in Wellen.

Die Schotterverfüllung wird oft unterschätzt: der Pfosten wird gerammt oder in eine Bohrung gestellt und der Ringraum mit verdichtetem Schotter gefüllt. Das Wasser sickert ab, um den Pfosten kann nichts gefrieren, und es kostet weniger als Beton. Ein Haken bleibt — für die Pfosten eines schweren Tors taugt es nicht.
Wie es weitergeht
Ein Zaun wird fast nie getrennt von Tor und Pforte bestellt: gleiche Füllung, gleiche Farbe, gleiche Logik der Pfosten — nur stehen die des Tors tiefer. Braucht der Umfang auch Fenstergitter, siehe Gitter, Türen und Luken. Preis und Termine stehen unter Ablauf und Preis.
Häufige Fragen
Welches Feldmaß zwischen den Pfosten?
2,5–3 m bei leichter Füllung, 2,0–2,5 m bei geschlossenem Trapezblech. Ein dichter Zaun arbeitet als Segel, und mit dem Feldmaß wächst die Last auf den Pfosten schneller als die Ersparnis an Pfosten.
Wie tief kommt ein Zaunpfosten?
1,0–1,2 m beim Einbetonieren — unter die Frostgrenze. Auf hebendem Boden wird der Beton samt Pfosten herausgedrückt; dort gewinnen Schraubfundament oder Schotterverfüllung: sie lassen das Wasser weg, statt es am Pfosten zu halten.
Wozu der Abstand zum Boden?
Damit die Unterkante nicht in Wasser und Schnee steht. Üblich sind 8–12 cm: genug, damit der Zaun von unten nicht wegrostet und der Mäher darunter kommt, zu wenig für einen Hund.
Wie lange hält ein Zaun aus Trapezblech?
So lange wie seine Beschichtung. Eine Polyesterschicht auf Zink hält 10–15 Jahre, sofern die Tafeln nicht vor Ort mit dem Winkelschleifer geschnitten werden: die überhitzte Kante rostet zuerst. Pfosten und Riegel überleben die Füllung und werden meist einmal ersetzt.
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