Gitter, Technikraumtüren und Luken
Kleinteile, die fast nie vorab bestellt werden: an sie denkt man, wenn das Haus schon steht. Gemeinsam ist ihnen, dass jedes nach der gemessenen Öffnung entsteht und nicht nach einer Zeichnung.
Sechs typische Erzeugnisse

- Fenstergitter — fest, auf die Öffnung geschweißt und in die Laibung oder die Außenwand verankert.
- Aufklappbares Gitter — von innen zu öffnen, mit Schloss; Pflicht, wo das Fenster als Rettungsweg zählt.
- Technikraumtür — für Abstellraum, Heizraum, Zählerraum; oft mit Lüftungsgitter im Blatt.
- Bodenluke — zum Keller, mit Gasfeder, damit der Deckel nicht auf die Hände fällt.
- Lichtschachtrost — trägt einen Menschen, aber keinen Absatz: die Stäbe stehen weit, damit Wasser abläuft.
- Käfig fürs Klimagerät — Gerät an der Fassade, abschließbar, mit Luft für die Wartung.
Warum das Aufmaß mehr zählt als die Zeichnung
Öffnungen in fertigen Gebäuden sind selten rechteckig. Zehn bis fünfzehn Millimeter Unterschied über die Diagonale sieht man an der Wand nicht, beim Gitter bedeuten sie auf der einen Seite eine Fuge und auf der anderen Klemmen. Deshalb wird nach Befund geschweißt: vier Seiten und beide Diagonalen werden gemessen, der Rahmen wird vor Ort angepasst.
Das Zweite, was beim Aufmaß entschieden wird, ist die Befestigung. In Beton und Vollziegel gehen Anker, in Hohlblock Verbundmörtel mit Hülse, in eine Holzwand Schlüsselschrauben über eine Platte. Untergründe und Anker stehen unter Ablauf und Preis.
Beschichtung
Gitter und Luken stehen draußen und fast immer an Stellen, die sich schlecht streichen lassen: im Lichtschacht, in der Fensterlaibung, unter dem Überstand. In drei Jahren nachzubessern fällt aus — es gibt keinen Zugang. Deshalb lohnt sich hier häufiger als bei anderen Erzeugnissen die Feuerverzinkung: sie schützt auch im Inneren des Profils, wohin ein Pinsel nie kommt.
Wie es weitergeht
Gehen Gitter über den ganzen Umfang zusammen mit dem Zaun, siehe Zäune: Füllung und Beschichtung nimmt man im gleichen Ton. Gitterroste für Podeste und Treppen stehen unter Treppen und Geländer.
Häufige Fragen
Darf man feste Gitter vor Fenster setzen?
Nicht überall. Dient ein Fenster als zweiter Rettungsweg — in Aufenthaltsräumen ist das häufig so —, verlangt der Brandschutz ein aufklappbares Gitter mit einem von innen ohne Schlüssel zu öffnenden Verschluss. Ein festes Gitter macht den Raum dort zur Falle.
Woraus besteht ein Fenstergitter?
Rahmen aus Winkel oder Hohlprofil, Füllung aus Vierkant 12–14 mm oder Flachstahl. Der Stababstand wird so gewählt, dass kein Kopf hindurchpasst: in der Regel höchstens 15 cm. Geschweißt wird nach dem Aufmaß der Öffnung, nicht nach Planmaß.
Trägt ein Lichtschachtrost einen Menschen?
Er soll es: dafür wird er bemessen. Einen Absatz muss er nicht tragen — der Stababstand im Lichtschacht ist bewusst grob, damit Wasser und Laub durchfallen. Wo mit Absätzen gegangen wird, kommt ein feinmaschiger Rost oder ein Blechrost.
Wozu ein Käfig fürs Klimagerät?
Gegen Diebstahl. Das Außengerät hängt sichtbar an der Fassade und ist in fünf Minuten abgehängt; ein abschließbarer Käfig macht das deutlich langwieriger. Der zweite Zweck ist Schutz vor Schnee und Eis, die vom Dach kommen.
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