Garagen und Nebengebäude aus Stahl
Eine Stahlgarage steht in wenigen Tagen, und genau deshalb wird die Lüftung vergessen. Eine Öffnung unter dem Dachüberstand kostet fast nichts, und ihr Fehlen lässt die Garage von innen schneller rosten, als der Regen es von außen tut.
Rahmen und Beplankung
Der Rahmen sind Stiele in den Ecken und entlang der Wände, ein umlaufendes Rähm und Pfetten unter dem Dach. Die Beplankung trägt nicht: sie schließt und hält die Form, aber die Schneelast vom Dach nehmen Pfetten und Rähm auf.

Das Dachgefälle läuft vom Tor weg: sonst fällt das Wasser genau dorthin, wo die Tür geöffnet wird. Unten bleibt zwischen Beplankung und Platte ein Spalt, damit das Blech nicht im Wasser steht.
Sechs Varianten

- Rahmen mit Trapezblech — am günstigsten und am schnellsten; kalt.
- Sandwichpaneele — warme Garage ohne separate Dämmung und ohne Kondensat an der Decke.
- Einzelgarage — für ein Auto, auf eine Platte gestellt und am Stück umsetzbar.
- Schuppen mit Fenster — Werkstatt, Geräte, Brennholz; das Fenster nach Norden, damit es sich im Sommer nicht aufheizt.
- Ans Haus gestellt — eine Wand ist schon da und die Ersparnis ist echt; Anschluss und Entwässerung kommen dazu.
- Garage mit Carport — ein zweites Auto überdacht, ohne Wände und ohne Tor.
Dämmung und Kondensat
Kondensat setzt sich, wo warme Luft auf kalten Stahl trifft. Daraus folgt eine Regel gegen die Intuition: das Blech abzudecken ist wichtiger, als es zu dämmen. Fünf Zentimeter Styropor, fugenlos auf das Blech geklebt, wirken besser als zehn Zentimeter Wolle, die mit Lücken an den Rändern liegt.
Wird die Garage nicht beheizt, ist Dämmung überhaupt nicht das Richtige — dann braucht es eine Hinterlüftung. Sie wärmt nicht, sie trocknet: Luft zieht hinter der Beplankung durch und nimmt die Feuchte mit, das Blech bleibt trocken. Die Wandschnitte im Detail stehen unter Ablauf und Preis.
Wie es weitergeht
Das Tor ist ein eigenes Thema: Sektionaltore brauchen Sturzhöhe, Rolltore sparen Platz, Drehtore sind am günstigsten. Alles davon steht unter Tore und Pforten. Wächst das Gebäude über Garagenmaß hinaus und wird die Spannweite größer als sechs Meter, siehe Hallen und Tragwerke.
Häufige Fragen
Warum ist das Dach einer Blechgarage nass?
Das ist Kondensat. Warme feuchte Luft vom Auto und aus dem Boden trifft auf das kalte Blech des Dachs, und das Wasser schlägt sich darauf als Tau nieder. Dämmung hilft nur, wenn sie das Blech vollständig abdeckt und eine Dampfsperre hat; ohne Lüftungsöffnungen unter dem Überstand schwitzt auch eine gedämmte Garage.
Braucht eine Garage ein Fundament?
Nicht immer. Eine geschraubte, nicht dauerhaft verbundene Garage steht auf vorhandener Platte oder Streifenfundament und lässt sich zerlegen und umsetzen. Sobald ein vollwertiges Fundament dazukommt, wird sie zum Bauwerk mit allen Formalitäten.
Trapezblech oder Sandwichpaneel?
Blech ist günstiger und schneller, aber es bleibt eine kalte Kiste. Ein Sandwichpaneel mit 50 mm gibt eine warme Garage ohne separate Dämmung und ohne Kondensat an der Decke, kostet aber deutlich mehr und verlangt einen genaueren Rahmen.
Welche Maße nimmt man?
3,5 m Breite und 2,4 m lichte Höhe — ein Auto mit geöffneter Tür und Dachbox. In der Länge nimmt man 6 m: das Auto plus einen Meter für Werkbank oder Regale an der Rückwand.
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