a-Maß und Schenkellänge z
Die Umrechnung, an der die meisten unterdimensionierten Verbindungen hängen — dazu der Nahtquerschnitt, die Masse des Zusatzwerkstoffs je Meter und eine überschlägige Tragfähigkeit.

Die Umrechnung
Bei gleichschenkliger Kehlnaht gilt a = z · 0,707 und umgekehrt
z = a · 1,414. In Zahlen: a5 entspricht z7, z5 entspricht a3,5. Wer
a5 als Schenkel von 5 mm ausführt, baut eine Naht mit rund 30 % zu
kleinem Querschnitt — und das ist der häufigste Lesefehler auf Zeichnungen
überhaupt.
Wie groß die Naht sein soll
Der übliche Bereich liegt zwischen 0,3 und 0,7 der Dicke des dünneren Teils. Unter 3 mm wird nicht ausgeschrieben, weil so eine Naht schlecht einbindet und beim Abkühlen reißt. Über 0,7 der Dicke bringt sie nichts mehr. Innerhalb dieser Spanne entscheidet die Belastung — und die kennt die Konstruktion, nicht die Werkstatt.
Eine Lage oder mehrere
Bis etwa a6 geht eine Lage, darüber wird gestrichelt und in mehreren Lagen geschweißt. Der Grund ist die Streckenenergie: eine einzige dicke Lage bringt so viel Wärme ein, dass die Wärmeeinflusszone grobkörnig wird. Wie viele Lagen es werden, sagt die Schweißgutmenge; wie das Maß auf der Zeichnung notiert wird, steht unter Schweißsymbole lesen.
Häufige Fragen
Was steht auf der Zeichnung — a oder z?
In Europa fast immer a, das Nennmaß der Kehle. Amerikanische Zeichnungen geben die Schenkellänge an, die dem z entspricht. Steht nur eine Zahl ohne Buchstaben, ist das eine Lücke: a5 und z5 unterscheiden sich um mehr als 40 %.
Warum ist die Naht dicker als das Blech sinnlos?
Weil dann nicht mehr die Naht versagt, sondern der Grundwerkstoff daneben. Über etwa 0,7 der Blechdicke bringt jedes weitere Millimeter nur Zusatzwerkstoff, Zeit und Verzug — Tragfähigkeit bringt es keine mehr.
Zählt die Überhöhung zum a-Maß?
Nein. Das rechnerische a-Maß ist der Abstand von der Wurzel zur theoretischen Nahtoberfläche, und was darüber hinaussteht, bleibt unberücksichtigt. Eine stark gewölbte Naht ist deshalb nicht tragfähiger — nur schwerer.
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