Schweißgutmenge und Anzahl der Lagen

Nahtquerschnitt, Schweißgut je Meter, Zusatzwerkstoff mit Verlusten, Anzahl der Lagen und Lichtbogenzeit — für V-, X-, I- und Kehlnähte.

Aus dem Verfahren vorbelegt. Gemessen wird sie am Makroschliff, und jeder hat da seine eigene
Eine V-Naht mit eingetragener Blechdicke, Wurzelspalt, Steghöhe und Öffnungswinkel
Die Nahtvorbereitung ist ein eigenes Feld auf dem Blatt: Dicke, Spalt, Steg und Winkel stehen dort als Zahlen und nicht als «wie üblich».

Die Fläche ist alles

Aus dem Nahtquerschnitt folgt jede weitere Zahl: das Schweißgut, der Verbrauch, die Zeit und damit auch die Kosten. Und der Querschnitt hängt fast allein an der Nahtvorbereitung — Öffnungswinkel, Spalt und Steg. Fünfzehn Grad weniger Öffnungswinkel sparen ein knappes Drittel des Materials und entsprechend viel Zeit.

Wie viele Lagen

Gesamtfläche geteilt durch die Fläche einer Lage. Die Fläche einer Lage hängt vom Verfahren und vom Strom ab und liegt beim E-Hand-Schweißen bei etwa 20 bis 40 mm², beim MAG deutlich darüber. Zur Kontrolle: eine Lage sollte nicht mehr als das Dreifache des Elektroden- oder Drahtdurchmessers an Breite bekommen, sonst läuft das Bad vor dem Lichtbogen her.

Von hier weiter

Für die Bestellung von Elektroden geht es zum Elektrodenverbrauch, für die Kalkulation zu den Nahtkosten. Welche Vorbereitung überhaupt passt, schlägt die Nahtvorbereitung vor.

Häufige Fragen

Warum kommt in der Praxis eine Lage mehr heraus?

Weil die Wurzellage immer dünner ausfällt als der Durchschnitt: sie geht als schmale Raupe in den Spalt und trägt wenig Fläche bei. Der Rechner teilt die Gesamtfläche gleichmäßig auf — rechne mit einer Lage Zuschlag.

Woher kommt die Fläche einer Lage?

Aus dem Verfahren und dem Strom, gemessen am Makroschliff. Der Rechner belegt sie aus dem Verfahren vor, aber jede Werkstatt hat ihre eigenen Werte — wer sie einmal am eigenen Schliff bestimmt hat, rechnet ab dann genauer.

Ist mehr Lagen besser?

Metallurgisch meist ja: jede folgende Lage wärmebehandelt die vorhergehende und verfeinert das Korn, weshalb mehrlagige Nähte zäher sind. Wirtschaftlich nein — jede Lage kostet Zeit. Der Kompromiss steht in der WPS.

Autor: Schweißer Aktualisiert: