Stahltreppen und Geländer
Eine Stahltreppe besteht aus vier Entscheidungen: worauf die Stufen liegen, wie der Lauf an der Decke hängt, womit der Auftritt belegt ist und womit die Lücke im Geländer geschlossen wird. Jede wird für sich getroffen — und jede lässt sich unabhängig von den anderen verderben.
Der Lauf als Ganzes
Tragendes Teil des Laufs ist die Wange, meist als „Säge“ ausgeführt: an einen schrägen Träger sind dreieckige Auflagen geschweißt, auf denen die Stufen liegen. Oben stützt sich der Lauf auf eine Ankerplatte in der Deckenstirn, unten auf eine mit Ankern verschraubte Fußplatte.

Die Laufhöhe misst man von Fertigfußboden zu Fertigfußboden. Es ist das einzige Maß, das sich später nicht mehr präzisieren lässt: liegt oben erst einmal Estrich, sind alle Stufen schon geschweißt, und der Überschuss geht an die unterste — sie sitzt dann sichtbar tiefer als die übrigen.
Worauf die Stufen liegen

- Auf Wangen — Stufen obenauf; die häufigste und in der Fertigung einfachste Variante.
- Zwischen Wangen — Stufen zwischen den Trägern; strenger im Bild, aber der Lauf wird um zwei Trägerbreiten breiter.
- Mittelholm — ein Träger in der Mitte; leichter im Eindruck, teurer in den Knoten.
- Spindeltreppe — passt in 1,5 m, aber Tragen ist mühsam; als einzige Treppe im Haus nimmt man sie nicht.
- Lauf mit Podest — wenn eine Wendung um 90 oder 180° nötig ist und die Geschosshöhe nicht in einen Lauf passt.
Woran die Treppe hält
Oberer und unterer Knoten arbeiten unterschiedlich: oben auf Abriss, unten auf Schub. Entsprechend unterscheiden sich die Anker, und ein Fehler oben ist der gefährlichere.

Ideal ist eine vorab in die Decke eingegossene Platte: die Wange wird darangeschweißt und der Knoten arbeitet als ein Stück. Fehlt sie, wird eine Platte mit Ankern an die Deckenstirn gesetzt — brauchbar, aber es braucht eine Decke mit ordentlicher Dicke und einen sauberen Treffer zwischen der Bewehrung.
Womit der Auftritt belegt ist

Im Haus liegt auf dem Stahlgerüst meist Holz auf Bolzen: Eiche oder Esche, 40 mm stark. Fliesen auf Unterlage gehören dorthin, wo die Treppe in den Erdgeschossboden übergeht und sich von ihm nicht abheben soll. Glas ist eine Innenlösung, teuer und vorzuspannen.
Womit die Lücke geschlossen ist

Senkrechte Stäbe sind die sicherste Variante: nichts zum Hochklettern, und der Abstand ist leicht einzuhalten. Waagerechte Riegel wirken moderner, werden im Haus mit kleinen Kindern aber zur Leiter ins Obergeschoss. Glas nimmt die Sicht nicht und kostet das Doppelte; Seile geben eine feine Linie, brauchen aber Spannung und gelegentliches Nachziehen.
Wie es weitergeht
Eine Außentreppe ist ein anderes Erzeugnis: verzinkt, Stufen mit Gefälle von der Tür weg, Gitterrost. Das Vordach darüber steht unter Vordächer. Braucht es auch Technik-Treppen mit Podesten, siehe Gitter, Türen und Luken: der Rost ist derselbe. Preis und Termine stehen unter Ablauf und Preis.
Häufige Fragen
Welche Stufe gilt als bequem?
17 cm Steigung bei 29 cm Auftritt. Die Probe ist einfach: zweimal die Steigung plus der Auftritt sollen 60–65 cm ergeben — das ist die Schrittlänge. Wächst die Steigung, muss der Auftritt kleiner werden, sonst geht man die Treppe schlecht hinunter.
Auf welche Höhe wird ein Lauf bestellt?
Von Fertigfußboden zu Fertigfußboden, nicht von Rohdecke zu Rohdecke. Estrich und Belag fressen bis zu 8 cm — eine halbe Stufe — und ein nach Rohmaß gerechneter Lauf endet mit einer ersten und letzten Stufe, die nicht zu den übrigen passen.
Welcher Abstand ist im Geländer zulässig?
Höchstens 12 cm zwischen den Elementen. Das ist das Maß, durch das ein Kind nicht passt. Aus demselben Grund setzt man waagerechte Riegel in einem Haus mit Kindern vorsichtig ein: der Abstand stimmt, aber man klettert daran hoch.
Womit belegt man eine Stufe im Freien?
Mit etwas, durch das Wasser und Schnee fallen: Streckmetall oder Gitterrost. Ein geschlossenes Riffelblech wird im Winter zur Rutschbahn, weil das Wasser darauf gefriert und liegen bleibt.
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