Stahlgewicht berechnen

Masse eines Zuschnitts und der ganzen Position, dazu Querschnittsfläche und Masse je Meter — für sieben Profilformen und sieben Werkstoffe.

Die Rechnung

Immer dieselbe: Querschnittsfläche mal Länge mal Dichte. Nur der Querschnitt unterscheidet die Profile. Beim Rohr ist es der Ring, beim Winkel die Summe zweier Rechtecke abzüglich der Überschneidung — der Rechner nimmt die vereinfachte Form ohne Ausrundungen, was bei üblichen Abmessungen unter einem Prozent bleibt.

Wofür man die Zahl braucht

Für den Materialpreis, für die Anschlagmittel und für die Frage, ob das Bauteil überhaupt von Hand zu wenden ist. Beim Schweißen kommt sie an einer weiteren Stelle vor: aus der Gesamtmasse und der Masse des Schweißguts folgt der Anteil des Zusatzwerkstoffs am Bauteil, und der geht in die Kostenrechnung ein.

Und für die Wärme

Masse ist auch Wärmekapazität. Ein schweres Bauteil zieht die Wärme aus der Naht und kühlt schneller ab — deshalb hängt die Vorwärmung an der Gesamtdicke und nicht an der Blechdicke allein. Siehe Vorwärmtemperatur.

Häufige Fragen

Mit welcher Dichte wird gerechnet?

Stahl 7,85, Edelstahl 7,9, Aluminium 2,70, Kupfer 8,96, Messing 8,5, Titan 4,51 und Gusseisen 7,2 g/cm³. Für Walzprodukte reicht das; Feinbleche liegen wegen der Toleranzen ein bis zwei Prozent daneben.

Warum weicht das Gewicht vom Lieferschein ab?

Wegen der Dickentoleranz. Ein Blech «3 mm» darf nach EN 10051 einige Zehntel darunter oder darüber liegen, und bei großen Flächen sind das schnell einige Prozent. Der Lieferschein nennt das gewogene Gewicht, der Rechner das nominale.

Wozu die Masse je Meter?

Für den Zuschnitt und für die Statik am Werktisch. Wer weiß, dass ein Vierkantrohr 40×40×3 rund 3,4 kg/m wiegt, überschlägt Rahmengewicht und Transport im Kopf.

Autor: Schweißer Aktualisiert: