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Gartentor aus Stahl: Zuschnittrechner

Breite und Höhe des Flügels angeben, und Sie erhalten die Zuschnittliste für Rahmen, Streben und Diagonale, die Masse von Stahl und Blech, die Nahtlänge und den Strom.

Ein Rechenbeispiel: Flügel 1000 × 1800

Das häufigste Maß: rund ein Meter Durchgang, ein Flügel von 1800 mm, Rahmen aus 40×20×2, zwei senkrechte Streben, eine Diagonale und zwei Pfosten mit 700 mm Einbindetiefe.

BauteilProfilLänge, mmStück
Flügelrahmen, senkrecht40x20x218002
Flügelrahmen, waagerecht40x20x29202
Senkrechte Strebe40x20x217202
Diagonalstrebe40x20x219511
Pfosten40x20x225002

Die Masse ist ohne die Eckradien des Profils gerechnet und liegt deshalb zwei bis drei Prozent unter den Normtabellen. Ein Zuschlag für Sägeschnitt und Schnittfehler ist nicht enthalten: beim Einkauf eine Handelslänge dazunehmen.

Die Diagonale zählt mehr als die Wanddicke

Ein Rechteck aus vier Rohren ist ein Mechanismus, kein Tragwerk: vier Gelenke und keinerlei Aussteifung. Wie gut es auch geschweißt ist, mit der Zeit klappt es zum Parallelogramm, und das Tor schleift mit der Ecke auf der Schlossseite am Boden.

Abhilfe schafft nicht Dicke, sondern Geometrie. Eine Diagonale teilt das Rechteck in zwei Dreiecke, und ein Dreieck verändert seine Form nicht. Die Richtung ist entscheidend:

  • Richtig: von der unteren Ecke auf der Bandseite zur oberen Ecke auf der Schlossseite. Sie arbeitet auf Druck, und das Gewicht des Flügels geht über sie in den Pfosten.
  • Schlechter: andersherum. Dann arbeitet sie über die Nähte auf Zug, und jede schwache Naht wird zum Durchhängen.
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Pfosten

Wind drückt auf volles Blech stärker als gedacht: ein Flügel 1 × 1,8 m sind fast zwei Quadratmeter Segel. Der Pfosten wird deshalb nach dem Kippmoment gewählt, nicht nach dem Gewicht des Tors.

  • Profil ab 60×60×3 für Flügel bis 1,2 m, 80×80×3 für alles Breitere oder ab 2 m Höhe.
  • Einbindetiefe unter die Frostgrenze, meist 0,8–1,2 m.
  • Kies unten im Loch, 100–150 mm, damit Wasser abläuft statt unter dem Ende zu gefrieren.
  • Den Pfosten oben verschließen. Ein offenes Rohr sammelt Wasser und platzt beim ersten starken Frost an der Naht auf.

Schweißparameter

Eine 2 mm Wand ist dünnes Material, und die Rahmenecke brennt in einer Sekunde durch. Die Werte sind dieselben wie auf der Seite Vierkantrohr schweißen; der Rechner oben zeigt die Zeile für die gewählte Wanddicke.

Wand, mmProfilMIG/MAGE-Hand
1,220×20, 20×400,8 mm · 50–70 A · 16–17 V2,0 mm · 50–65 A, unterbrochene Naht
1,540×20, 40×400,8 mm · 70–90 A · 17–18 V2,0 mm · 55–70 A, unterbrochene Naht
2,040×40, 60×400,8 mm · 90–110 A · 17–19 V2,5 mm · 70–90 A
3,060×40, 80×400,8–1,0 mm · 120–140 A · 19–21 V3,2 mm · 90–120 A
4,080×40, 100×501,0 mm · 140–170 A · 19–21 V3,2 mm · 110–140 A

Material und Gewicht nach Bauteilen

Ein Flügel 1000 × 1800 aus Rohr 40×20×2 setzt sich so zusammen:

  • Rahmen: zwei senkrechte Holme à 1800 mm und zwei Querholme à 920 mm — der Querholm sitzt zwischen den senkrechten und ist um zwei Rohrbreiten kürzer als der Flügel.
  • Zwei senkrechte Streben à 1720 mm und eine Diagonalstrebe von etwa 1951 mm.
  • Pfosten — zwei à 2500 mm (1800 plus 700 im Boden). In der Liste stehen sie mit dem Rahmenrohr.
  • Trapezblech 0,5 mm — 1,8 m², rund 8 kg.

Der Flügel allein sind rund 10,8 m Rohr und 19 kg, mit Blech rund 27 kg. Nimmt man die Pfosten, wie es sich gehört, aus 60×60×3 (5,37 kg pro Meter), wiegen zwei Pfosten à 2,5 m rund 27 kg — so viel wie der ganze beplankte Flügel. Das Tor hat nur 10 Knoten und 1,2 m Naht; an Draht gehen rund 20 Gramm drauf.

Welches Werkzeug man braucht

  • Ein Schweißgerät für 90–110 A mit MAG oder 70–90 A mit der 2,5er Elektrode für den Rahmen; für die Bänder am Pfosten 60×60×3 bis 140 A oder die 3,2er Elektrode.
  • Ein ebener Tisch oder eine Platte, mindestens so groß wie der Flügel, 1 × 1,8 m: auf unebener Unterlage wird der Rahmen von Anfang an schief geschweißt.
  • Magnetwinkel, 4 Zwingen, Maßband, Wasserwaage.
  • Winkelschleifer mit Trenn- und Fächerscheibe.
  • Beschläge: zwei oder drei Anschweißbänder, Riegel oder Schloss und Keile, um beim Einhängen die Spalte einzustellen.

Anreißen und Heften

  1. Holme auf den Tisch legen, Ecken mit Magnetwinkeln ausrichten, mit Zwingen festsetzen.
  2. Diagonalen des Flügels prüfen: bei 1000 × 1800 sind es rund 2059 mm, und sie müssen auf 2 mm übereinstimmen.
  3. Die vier Ecken über Kreuz heften — oben links, unten rechts, oben rechts, unten links — und erneut die Diagonalen messen.
  4. Die senkrechten Streben von einer Flügelkante aus anreißen, damit die Felder gleich werden, und an beiden Enden heften.
  5. Die Diagonalstrebe am gehefteten Rahmen anpassen: ihre Enden laufen unter etwa 62° und 28°, und am Rahmen abgenommen wird das genauer als vorab nach Liste geschnitten.

Ablauf Schritt für Schritt mit Einstellwerten

  1. Pfosten einbetonieren, nach Wasserwaage und Schnur, mit Schotter im Lochgrund. Während der Beton Festigkeit aufbaut, wird der Flügel geschweißt.
  2. Flügelrahmen. 2 mm Wand: Draht 0,8 mm, 90–110 A, 17–19 V oder Elektrode 2,5 mm mit 70–90 A. Die Ecke ist die Stelle, an der es durchbrennt: von der Flächenmitte zur Ecke hin in kurzen Abschnitten schweißen. Mehr dazu unter Dünnblech schweißen.
  3. Streben und Diagonale — gleiche Werte, zum Schluss.
  4. Bänder an den Flügel. Werte für die dünne Rahmenwand, Lichtbogen auf das massive Band.
  5. Einhängen. Den Flügel auf Keilen in die Öffnung stellen, Spalte an Bändern und Schloss sowie die Waage einstellen, erst dann die Bänder an den Pfosten heften. Pfosten 3 mm: Draht 0,8–1,0 mm, 120–140 A, 19–21 V oder Elektrode 3,2 mm mit 90–120 A. Öffnen, schließen, prüfen, dann fertig schweißen.
  6. Reinigen, grundieren, lackieren, danach das Blech anschrauben.

Wie der Flügel maßhaltig bleibt

Das Tor ist das verzugsempfindlichste Teil dieses Bereichs: ein paar Millimeter Verwindung bedeuten einen Flügel, der am Pfosten streift oder nicht in den Riegel fällt. Die Reihenfolge dagegen:

  • Alles auf dem Tisch und in Zwingen, bis es ganz kalt ist.
  • Ecken über Kreuz, nicht reihum: die Schrumpfung einer Naht gleicht die gegenüberliegende aus.
  • Knotenseiten im Wechsel — breite Seite, gegenüberliegende breite, dann die schmalen.
  • Diagonale an beiden Enden im Wechsel, in kurzen Abschnitten: eine lange Naht an einem Ende zieht den Rahmen zur Raute.

Anstrich

Die Nähte mit der Fächerscheibe verputzen, entfetten, Rostschutzgrund und Lack in zwei Schichten, die Nähte vorab mit dem Pinsel. Die Bänder beim Streichen abdecken: Farbe im Gelenk härtet aus, das Tor quietscht und geht schwer; nach dem Anstrich die Bänder schmieren. Pfostenköpfe und offene Rahmenenden verschließen. Das Blech kommt auf den lackierten Rahmen — dahinter streicht man später nicht mehr.

Wie lange es dauert

Das ist das wenigste Schweißen im ganzen Bereich: 10 Knoten und 1,2 m Naht. Die Zeit steckt in der Vorbereitung:

  • Pfosten — Löcher, Ausrichten, Beton und eine Pause, bis er Festigkeit hat.
  • Der Flügel — Zuschnitt, Montage auf dem Tisch, Diagonalen und Schweißen.
  • Einhängen — der kniffligste Schritt: Spalte, Waage und Probelauf, bevor die Bänder fertig geschweißt werden.
  • Anstrich und Blech — mit Trocknungszeiten laut Datenblatt.

Kommt das Tor in einen neuen Zaun, rechnet man Pfosten und Riegel am besten gleich im Zaun-Rechner mit. Übliche Tor-Bauweisen zeigt die Seite Tore und Pforten.

Was die Arbeit meistens verdirbt

Was herauskamUrsacheWie vermeiden
Der Rahmen hat sich verzogenNähte nacheinander auf derselben SeiteEcken abwechseln, in kurzen Abschnitten schweißen
Die Diagonalen stimmen nichtVor dem Heften nicht geprüftBeide Diagonalen zweimal messen
Durchgebrannte WandZu viel Strom für 1,2–1,5 mmZurücknehmen, in Punkten mit Pausen schweißen
Ecke nur einseitig geschweißtZeitersparnisBeidseitig schweißen, wo der Knoten aus zwei Richtungen belastet wird
Rost von innen nach einem JahrOffene EndenKappen oder dicht zuschweißen

Anfängerfehler beim Gartentor

  • Pfosten aus dem Rahmenrohr. Ein 40×20-Pfosten gibt binnen einer Saison dem Wind nach; ein Pfosten fängt bei 60×60×3 an.
  • Rahmen auf einem „ungefähr ebenen“ Boden oder Tisch. Die Unebenheit wird zur Verwindung im Flügel: eine Ecke liegt nicht an.
  • Bänder ohne Keile an den Pfosten. Der Flügel sitzt nach Augenmaß, die Spalte sind ungleich, der Riegel trifft nicht.
  • Kein Freiraum unter dem Flügel für einen Buckel im Boden, Pflaster oder Schnee im Schwenkbereich — im Winter geht das Tor nicht mehr auf.
  • Farbe in den Bändern. Beim Streichen abdecken, danach schmieren.

Häufige Fragen

Welches Profil für ein Gartentor?

Den Flügelrahmen aus 40×20×2 oder 40×40×2: das erste leichter und billiger, das zweite steifer und nachsichtiger bei ungenauer Montage. Pfosten ab 60×60×3; über zwei Meter Höhe oder mit vollflächigem Blech 80×80×3.

Wozu die Diagonale und in welche Richtung?

Ein Rechteck aus vier Rohren klappt unter dem Eigengewicht zum Parallelogramm zusammen. Die Diagonale teilt es in zwei Dreiecke. Sie läuft von der unteren Ecke auf der Bandseite zur oberen Ecke auf der Schlossseite: so arbeitet sie auf Druck, und der Flügel sackt nicht mehr ab.

Wie viel wiegt ein fertiges Tor?

Ein Flügel 1000×1800 aus 40×20×2 mit 0,5 mm Trapezblech wiegt samt Eindeckung etwa 28 kg. Das zählt für die Bänder: zwei für je 100 kg haben reichlich Reserve, bei vollem Blech und Wind nimmt man üblicherweise drei.

Wie schweiße ich ein Gartentor, ohne dass es sich verzieht?

Den Rahmen auf einem ebenen Tisch aufbauen, mit Zwingen fixieren und die Diagonalen prüfen — rund 2059 mm bei einem Flügel 1000×1800, höchstens 2 mm Unterschied. Ecken über Kreuz heften und schweißen, die Diagonalstrebe an beiden Enden im Wechsel, und die Zwingen erst am kalten Rahmen lösen.

Welche Einstellwerte für einen Torrahmen aus 40×20×2?

2 mm Wand: Draht 0,8 mm, 90–110 A, 17–19 V oder Elektrode 2,5 mm mit 70–90 A. Die Bänder am Pfosten 60×60×3 bekommen schon die Werte für 3 mm Wand: 120–140 A oder die 3,2er Elektrode mit 90–120 A.

Wie hänge ich ein Gartentor gerade ein?

Den Flügel auf Keilen in die Öffnung stellen, die Spalte auf Band- und Schlossseite einstellen und die Waage prüfen. Die Bänder zuerst an den Pfosten heften, das Tor öffnen und schließen und erst dann fertig schweißen.

Autor: , Schweißer und Metallbauer Aktualisiert:

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