Schweißer werden

Vom ersten Kurs bis zu einer Qualifikation, die sich bezahlt macht. Die Reihenfolge ist überall dieselbe, nur die Geschwindigkeit unterscheidet sich.

Balken der Übungsstunden: ein Kurs liefert 30–40 von rund hundert, dazu die drei Jahre Gültigkeit der Bescheinigung mit einer Unterschrift alle sechs Monate
Zwei Dinge, die die Kursprospekte weglassen: die Stunden an der Bank sind etwa ein Drittel dessen, was Können verlangt, und die Bescheinigung hängt an einer Unterschrift alle sechs Monate.

1. Ein Verfahren, richtig

Nicht drei halb. E-Hand oder MAG, je nachdem, was am Ort gebraucht wird, und darin die Prüfung. Ein Grundkurs liefert 30 bis 40 Stunden am Werkstück; brauchbar sicher wird es nach gut hundert. Die Differenz muss man sich beschaffen — über den Betrieb, über eigene Übungsstücke oder über zusätzliche Kabinenzeit.

2. Die Prüfung mit Verstand wählen

Die Gebühr ist dieselbe, der Geltungsbereich nicht. Eine Prüfung in PF deckt PA und PB mit ab; eine in PA deckt fast nichts ab. Wer es sich zutraut, geht gleich ans Rohr — siehe Geltungsbereich.

3. Praxis im Betrieb

Der Punkt, an dem sich entscheidet, ob aus der Bescheinigung ein Beruf wird. Wichtig ist die Art der Arbeit, nicht die Zahl der Stunden: wer ein Jahr lang dieselbe Kehlnaht in der Wanne zieht, kommt nicht weiter. Wechselnde Positionen, wechselnde Dicken, Nahtformen mit Wurzel.

4. Erweitern

Das zweite Verfahren, dann WIG, dann Rohr. Und parallel dazu das, was Schweißer von Schweißern unterscheidet: eine WPS lesen können, wissen, was ISO 5817 verlangt, und die eigene Naht beurteilen können, bevor es die Prüfperson tut.

5. Gültig bleiben

Die Bestätigung alle sechs Monate. Sie ist die häufigste Ursache dafür, dass eine Bescheinigung bei der Kontrolle nicht anerkannt wird — und die ärgerlichste, weil sie nichts kostet außer einer Unterschrift.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis man davon leben kann?

Drei bis sechs Monate bis zu einer Fertigkeit, mit der man eingestellt wird, bei ernsthafter Übung. Zwei bis drei Jahre, um wirklich gut zu sein. Zwischen bestandener Prüfung und dem ganzen Tag gleichmäßig arbeiten liegt der Teil, den die Prospekte weglassen.

Mit welchem Verfahren anfangen?

E-Hand. Wenig Ausrüstung, alles sichtbar und langsam, und man lernt das Bad zu lesen. Wer eine ordentliche Elektrodenraupe zieht, hat MAG an einem Nachmittag heraus — umgekehrt gilt das nicht.

Braucht man eine Ausbildung oder reicht ein Kurs?

Für die Arbeit als Schweißer reicht die Prüfung nach EN ISO 9606-1. Eine abgeschlossene Ausbildung im Metallbereich öffnet zusätzlich den Weg in Prüfung, Aufsicht und Fertigungsplanung.

Autor: Schweißer Aktualisiert: