Möbel auf Stahlrahmen
Tische, Regale, Ablagen, Garderoben, Bartresen. Das Metall ist nie ganz zu sehen — Holz oder Stein deckt es zu — aber es hält die Form zwanzig Jahre, während die Platte zweimal gewechselt wird. Deshalb geht es hier nicht um das, was oben liegt, sondern um den Rahmen darunter.
Woraus ein Tisch besteht
Ein Tischgestell sind vier Stützen, eine Zarge ringsum unter der Platte und etwas, das dieses Rechteck nicht zum Rhombus zusammenklappen lässt: eine Diagonale, Knotenbleche in den Ecken oder die Platte selbst, wenn sie starr angezogen wird. Das Erste ist am sichersten, das Zweite am schönsten, das Dritte funktioniert, bis die Platte austrocknet.

Gespart wird am Anfang immer an der Diagonale. Ein rechteckiger Rahmen aus Rohr 40×40 ohne sie klappt unter seitlichem Druck zusammen, und die Wandstärke rettet nichts: es arbeitet die Geometrie, nicht der Querschnitt. Ein Stellfuß kostet weniger als jede Nacharbeit — ein Boden im Wohnhaus ist nie eben.
Rahmenknoten

Der geschweißte Stoß ist günstiger und steifer, aber endgültig: der montierte Tisch passt durch die Tür oder eben nicht. Ein geschraubter Flansch bringt Zerlegbarkeit für zwei zusätzliche Bleche und zehn Minuten Arbeit und ist die einzige Lösung für Möbel, die in den fünften Stock ohne Aufzug müssen.
Die Gehrung kommt dorthin, wo die Ecke sichtbar ist: eine Naht gibt es dort nicht, der Stoß liest sich als durchgehende Linie. Sie kostet mehr — der doppelte Schnitt unter 45° muss zusätzlich angepasst werden, und ein Spalt in der Ecke ist aus zwei Metern zu sehen.
Platten
Der Rahmen unter allen Platten ist derselbe; es ändert sich die Dicke und das, was sie von unten hält. Massive Eiche ist warm im Griff und will einmal im Jahr Öl. Eine Möbelplatte ist günstiger und empfindlich an der Kante. Stein ist schön und so schwer, dass der Rahmen dafür eigens gerechnet wird.

Ein Wort zum Untergestell allein. Das ist ein häufiger und der vernünftigste Auftrag: die Platte kauft der Kunde selbst und bekommt dazu ein fertiges Gestell nach deren Maß. Es ist günstiger als ein kompletter Tisch und erlaubt Eiche oder Stein von dem, der genau das macht.
Was sonst für Innenräume geschweißt wird
Regale, Konsolenablagen, Standgarderoben, Raumteiler und Bartresen — alles dasselbe: Rahmen, Diagonale, Kappen an den Enden, Pulverbeschichtung. Der Unterschied ist, dass der Rahmen hier vollständig sichtbar bleibt, also wird die Naht bündig verschliffen und nicht so gelassen, wie sie gefallen ist.

Die Konsolenablage in der Wand ist das einzige Stück der Liste, bei dem nicht der Rahmen zu rechnen ist, sondern die Wand: Gipskarton trägt eine Kraglast nur über eine Traverse, und Porenbeton verlangt eigene Dübel. Dazu gesondert — im Beitrag darüber, womit an welchem Untergrund befestigt wird.
Wie es weitergeht
Edelstahl für Küche und Betrieb, Behälter und Verrohrung stehen unter Werkstatterzeugnisse. Wie Edelstahl selbst geschweißt wird, steht unter Edelstahl schweißen. Preis, Termine und Dübel je Untergrund stehen unter Ablauf und Preis.
Häufige Fragen
Aus welchem Rohr wird ein Tischgestell geschweißt?
Aus Rohr 40×40 oder 50×25 mit 2 mm Wand. Dünner, und der Tisch fängt an, unter den Ellenbogen zu wandern; keine Platte behebt das. Aber die Wandstärke entscheidet weniger als die Diagonale: ein rechteckiger Rahmen ohne sie klappt unter seitlichem Druck zum Rhombus, so dick das Rohr auch ist.
Warum darf die Platte nicht starr verschraubt werden?
Weil Holz arbeitet: Massivholz ändert seine Breite zwischen Winter und Sommer um einige Millimeter. Starr an einen Rahmen durch ein rundes Loch gezogen, reißt es längs oder schüsselt sich. Die Löcher in den Befestigungsplatten werden quer zur Faser als Langlöcher ausgeführt — das Brett wandert, der Tisch steht.
Geschweißtes oder geschraubtes Gestell?
Geschweißt ist steifer und günstiger, aber endgültig: durch Tür und Aufzug geht es montiert oder gar nicht. Ein Gestell auf Flanschen ist in zehn Minuten zerlegt und übersteht einen Umzug. Die Regel ist einfach: was in Werkstatt oder Haus stehen bleibt, wird geschweißt; was durch Wohnungen zieht, wird zerlegbar gebaut.
Womit werden die Rohrenden geschlossen?
Mit einer Kappe — angeschweißtes Blech oder Kunststoffstopfen. Ein offenes Rohr im Innenraum rostet nicht, sammelt aber Staub und schneidet mit der Kante in die Hand; draußen nimmt es zusätzlich Wasser auf. Beides kostet Kleingeld und fällt sofort auf: ein offenes Rohrende ist das erste Zeichen billiger Arbeit.
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