Was für Hof und Garten geschweißt wird
Die Hälfte der Aufträge einer Werkstatt sind keine Konstruktionen, sondern Dinge, die im Hof stehen: Pavillon, Gewächshaus, Bank, Schaukel, Holzunterstand. Last tragen sie kaum, dafür stehen sie das ganze Jahr draußen — und entschieden wird bei ihnen nicht durch Statik, sondern durch Querschnitt, Knoten und Beschichtung.
Der Pavillon: worin er sich vom Carport unterscheidet
Von außen ist kein Unterschied zu sehen: dieselben vier Stützen, dasselbe Dach. Der Unterschied liegt unten. Der Carport hat weder Boden noch Brüstung, und niemand schiebt ihn, also reicht die Steifigkeit des oberen Rahmens. Der Pavillon hat einen Handlauf, an den man sich lehnt, und einen Boden, über den man mit Geschirr geht — also müssen die Stützen auch unten verbunden werden.

Ankerplatten kommen vor dem Betonieren in die Platte, nicht danach: ein Dübel im erhärteten Beton trägt schlechter und kostet mehr, und auf dünnem Estrich bricht er zusätzlich die Kante aus. Ist noch keine Platte da, stellt man den Pavillon auf Schraubfundamente und legt den Boden auf Lagerhölzer — das lässt sich zerlegen und versetzen, was eine Platte nicht zulässt.
Welche Arten es gibt

Offen mit Walmdach wird am häufigsten bestellt: Tisch für sechs bis acht, Durchzug von allen Seiten, Dach gegen Regen. Der ans Haus angebaute ist genau deshalb günstiger, weil die Wand zwei der vier Stützen ersetzt — aufstellen lässt er sich aber nicht dort, wo die Wand fensterlos und ohne Traufstreifen ist.
Der geschlossene, verglaste Pavillon ist kein Pavillon mehr, sondern ein kleines Haus: er braucht einen richtigen Boden statt Dielen auf Lagerhölzern und lässt sich ohne Gefälle der Platte nicht setzen. Der zerlegbare Rahmen lebt umgekehrt — drei Monate im Jahr steht er, den Rest verbringt er in der Garage; geschweißt wird er aus dünnem Rohr 20×20 und verschraubt.
Gewächshäuser und Frühbeete
Hier entscheidet der Bogenabstand, nicht die Dicke der Eindeckung. Polycarbonat wird alle sieben bis acht Jahre getauscht, Folie alle zwei, der Rahmen bleibt. Bogen alle 0,65 m trägt nassen Schnee; alle 1,0 m klappt er im ersten Winter zusammen und reißt die Eindeckung mit.

Das Frühbeet ist kein kleines Gewächshaus, sondern ein anderer Gegenstand: man geht nicht hinein, man klappt den Deckel auf. Deshalb hat es keine Tür, keinen Mittelgang, und die ganze Ersparnis kommt aus dem Metall, nicht aus der Größe. Das Wintergewächshaus verlangt Fundament, Doppelbogen und Heizung zugleich — in der Regel sind zwei gewöhnliche günstiger.
Bänke, Tische, Abfallkörbe und Pflanzkübel

Alle Außenmöbel haben in der billigen Ausführung denselben Fehler: das Brett wird von oben durchgeschraubt. Wasser steht in der Mulde um den Kopf, das Holz fault dort zuerst, und nach drei Jahren bricht das Brett genau entlang der Schrauben. Richtig ist, die Schraube von unten anzuziehen, unter dem Rahmen hindurch.
Pflanzkübel und Abfallkorb unterscheiden sich von der Bank dadurch, dass in ihnen immer Wasser steht. Ihr Boden wird nicht geschlossen ausgeführt, sondern gelocht und auf Füßen: zwischen Boden und Belag muss ein Spalt bleiben, sonst rostet nicht das Erzeugnis, sondern die Stelle darunter.
Kleinkram für den Hof
Das sind die Tagesarbeiten, und zusammen machen sie mehr als die Hälfte der Hofaufträge aus: Schaukel, Wäschespinne, Holzunterstand, Zwinger, Komposter, Tonnenunterstand. Eines haben sie gemeinsam — sie stehen das ganze Jahr draußen, werden also vollständig beschichtet, Innenflächen und Rohrenden eingeschlossen.

Kappen an den Rohrenden sind kein Schmuck. Ein offenes Rohr nimmt Wasser auf, der Winter sprengt es entlang der Naht, und das geschieht immer dort, wo es niemand sieht: am unteren Ende der Stütze, unter der Erde. Die Kappe wird angeschweißt oder als Kunststoffstopfen gesetzt — gesetzt wird sie immer.
Wie es weitergeht
Wenn im Hof tatsächlich ein Dach für das Auto gebraucht wird, steht das unter Carports, dort auch zu Auflager und Gefälle. Grill, Edelstahltisch und Behälter finden sich unter Werkstatterzeugnisse. Was was kostet und wie lange es dauert, steht in Ablauf und Preis.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich ein Pavillon vom Carport?
In Boden und unterem Rahmen. Der Carport hält oben zusammen: Stützen, Binder, Dach — und das genügt, weil ihn niemand schiebt. Der Pavillon hat eine Brüstung, an die man sich lehnt, und einen Boden, über den man geht, also müssen die Stützen auch unten zu einem steifen Kasten verbunden werden. Daher der Preisunterschied von rund einem Drittel bei gleicher Fläche.
Aus welchem Rohr wird ein Pavillon geschweißt?
Stützen 60×60 oder 80×80 mit 2–3 mm Wand, Rahmen 40×40, Sparren 40×20. Für einen Pavillon 3×3 ist das reichlich. Dünner nimmt man nicht wegen der Festigkeit, sondern wegen des Schweißens: dünne Wand brennt an den Ecken durch, und die Wärme zieht das ganze Teil aus dem Winkel.
Braucht ein Gewächshaus ein Fundament?
Ein gewöhnliches nicht — Erdanker oder Schraubfundamente genügen. Nötig ist es beim Wintergewächshaus: dort wird geheizt, und der Streifen schneidet den Frost vom Beet ab. Nötig ist es auch auf frostempfindlichem Boden, wo der Rahmen ohne Auflager in zwei Wintern aus der Ebene gerät und das Polycarbonat an den Befestigungen zu reißen beginnt.
Warum muss eine Schaukel einbetoniert werden?
Weil die Last nicht senkrecht wirkt, sondern schwingt. A-Stützen stehen von allein nur unter statischer Last; beim Schwingen will das vordere Bein aus dem Boden. Zwei Betonklötze zu 40 l unter jedem Beinpaar reichen — ohne sie wandert die Schaukel in einer Saison aus dem Erdreich.
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