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Schweißstrom je Elektrodendurchmesser

Die Übersicht, die neben dem Gerät hängt: Strombereiche für Elektroden von 1,6 bis 6,0 mm, nach Position und Umhüllungstyp.

Kurze Antwort

In Wannenlage: 2,5 mm — 70–100 A, 3,2 mm — 90–140 A, 4,0 mm — 130–190 A. Der Rechner darunter ergänzt die Korrektur für Position und Umhüllung und prüft den Durchmesser gegen die Blechdicke.

Strom für rutilumhüllte Elektroden an unlegiertem Stahl, in allen Positionen
Dicke, mmElektrode, mmWanne, AQuer, ASteigend, AÜber Kopf, A
1–21,640–6035–5535–5030–50
1,5–32,050–8045–7045–7040–65
2–42,570–10065–9060–8555–80
3–53,080–13070–11570–11065–105
3–63,290–14080–12575–12070–110
6–124,0130–190115–170110–160105–150
10–205,0180–250160–225——
ab 166,0230–320205–290——
Die Lichtbogenlänge beim E-Hand-Schweißen: das Maß h an der geneigten Elektrode und zwei Nahtschnitte — schmal, und flach mit Spritzern
Für die Lichtbogenlänge gibt es keinen Regler: sie liegt in der Hand. Die Regel ist kurz — der Lichtbogen so lang wie der Kerndraht dick ist.

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Wannenlage und Zwangslagen

Die Spalte „Wanne“ ist der Ausgangswert. In Zwangslagen geht der Strom um 10 bis 20 % herunter, weil das Bad kleiner bleiben muss — am stärksten über Kopf.

Die Striche bei 5,0 und 6,0 mm sind keine Auslassung: so dicke Elektroden werden steigend und über Kopf nicht gefahren, weil sich das Bad nicht mehr halten lässt.

Die Feineinstellung

Zu wenig Strom gibt eine hohe, schmale Raupe, an deren Flanken Bindefehler sitzen. Zu viel gibt eine breite Raupe mit Einbrandkerbe und starken Spritzern. Zwischen beiden liegt ein überraschend breiter brauchbarer Bereich — deshalb schadet ein Fehler von 10 A selten, einer von 40 A dagegen immer.

Diagramm des Schweißstroms für Elektroden 2,0; 2,5; 3,2; 4,0 und 5,0 mm: je Durchmesser ein Balken mit dem Bereich in Wannenlage PA und niedrigere Balken für PC, PF und PE, z. B. 3,2 mm — 90–140 A in PA und 70–110 A in PE
Strombereich der Rutilelektrode nach Durchmesser: am höchsten in Wannenlage PA, niedriger in PC, PF und PE; die 5-mm-Elektrode wird nicht steigend oder über Kopf verschweißt.

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Korrektur nach Umhüllung

Die Tabelle oben gilt für rutilumhüllte Elektroden. Basische liegen etwa 5 % höher, zellulosumhüllte etwa 5 % niedriger. Der Faktor gilt für beide Grenzen: 3,2 mm in Wannenlage — rutil 90–140 A, basisch (×1,05) 95–145 A, Zellulose (×0,95) 85–135 A. Wichtiger als der Faktor ist die Stromart: basische Elektroden wollen Gleichstrom am Pluspol, rutile laufen auch problemlos am Wechselstrom. Weicht der Strom auf der Packung von der Tabelle ab, hat der Hersteller recht.

Korrektur nach Umhüllung: der Strom aus der Tabelle oben wird mit dem Faktor multipliziert
UmhüllungÜbliche SortenFaktorStrom
RutilOK 46.00, ER 1461,00AC / DC±
BasischOK 48.00, EB 1501,05DC+
ZelluloseOK 22.450,95DC+ / AC
Sauer—1,00AC / DC

Für den eigenen Fall

Die Tabelle gibt den Rahmen; die auf Position, Dicke und Umhüllung korrigierte Zahl gibt der Stromrechner. Was daraus an Wärme in das Bauteil geht, rechnet die Streckenenergie.

Die Tabelle lesen: drei Beispiele

Die Reihenfolge ist immer dieselbe: Blechdicke → Elektrodendurchmesser → Spalte der Position → Korrektur nach Umhüllung. Wo man innerhalb des Bereichs landet, entscheiden Details — Spalt, Lagenzahl, wie warm das Bauteil schon ist.

  • Blech 5 mm, Wannenlage, rutil. Die Dicke fällt in die Zeile 3–6 mm — Elektrode 3,2 mm, 90–140 A. Begonnen wird in der Mitte, bei etwa 115 A.
  • Winkel 4 mm, Steignaht. Dünnes Material steigend verlangt eine dünnere Elektrode: 2,5 mm, Spalte „Steigend“ — 60–85 A. Mit einer 3,2er geht es auch, das Bad ist aber schwerer zu halten.
  • Träger 10 mm, basische Elektrode. Zeile 6–12 mm — Elektrode 4 mm, 130–190 A in Wannenlage; der Faktor 1,05 für die basische Umhüllung ergibt 135–200 A. Eine Überkopfnaht am selben Träger — 4 mm mit 110–160 A oder 3,2 mm in mehreren Lagen.

Wenn die Dicke zwischen zwei Zeilen liegt

Die Zeilen überlappen absichtlich: eine Dicke lässt sich mit zwei Durchmessern sauber schweißen. Es entscheiden Position und Spalt.

  • 3 mm sind zugleich 2,5 (2–4 mm), 3,0 und 3,2. In Wannenlage ohne Spalt die 3er — schneller und gleichmäßiger. Steigend, über Kopf oder mit deutlichem Spalt die 2,5er: kleineres Bad, weniger Durchbrandgefahr.
  • 6 mm sind die Grenze zwischen 3,2 und 4,0. Die Kehlnaht in Wannenlage macht die 4er in einer Lage, steigend geht es mit der 3,2er ruhiger.
  • 10–12 mm sind das Revier von 4,0 und 5,0. Die 5er läuft nur in Wannen- und Querposition; die Wurzel kommt ohnehin mit einer dünneren Elektrode, die Füllung mit der dicken.

Untere oder obere Grenze des Bereichs

Der Bereich ist breit — 50–60 A bei 3- bis 4-mm-Elektroden — und die Naht verhält sich darin unterschiedlich.

  • Eher unten: Wurzellage, größerer Spalt als üblich, dünne Kante, Bauteil von den vorigen Lagen schon warm.
  • Eher oben: Fülllagen, Kehlnaht am dicken Blech in Wannenlage, kaltes massives Bauteil, das die Wärme schnell abführt.
  • Nachstellen: klebt die Elektrode und die Raupe ist schmal — 10–15 A zulegen; viele Spritzer und Einbrandkerben — 10–20 A zurücknehmen. Die vollständige Anzeichen-Tabelle steht beim Stromrechner.

Faustformel Ampere pro Millimeter — und wo sie danebenliegt

Die schnelle Schätzung I ≈ (30…40) · d trifft in der Mitte der Reihe: für 3,2 mm ergibt sie 96–128 A, innerhalb der 90–140 A der Tabelle. An den Rändern irrt sie: für die 4er ergibt sie 120–160 A, während die Tabelle bis 190 A reicht, und für 1,6 mm liegt ihr oberer Wert von 64 A außerhalb der 40–60 A der Tabelle. Die Faustformel ist zum Schätzen am Gerät, die Tabelle zum Einstellen.

Häufige Fragen

Warum eine Spanne und keine Zahl?

Weil Position, Blechdicke und Umhüllung den Wert innerhalb der Spanne verschieben. Die Tabelle gibt den Rahmen, die Feineinstellung macht die Naht — und die Zahl für deinen Fall der Rechner.

Gilt die Tabelle auch für basische Elektroden?

Ja, mit einem Zuschlag: basische Elektroden laufen bei etwa 5 % mehr Strom als rutile desselben Durchmessers — der Faktor steht in der Tabelle zur Umhüllung weiter unten. Was sie zusätzlich verlangen, ist ein kurzer Lichtbogen und Gleichstrom am Pluspol.

Wie drucke ich sie aus?

Über die Schaltfläche zum Drucken. Das Druck-Stylesheet lässt Navigation und Seitenleiste weg, sodass die Tabelle und die Adresse der Seite herauskommen — gedacht für die Werkstattwand.

Welcher Strom für eine 3,2er Elektrode in der Steignaht?

Rutil: 75–120 A, basisch: 80–125 A. Das sind 15 % weniger als in Wannenlage — steigend muss das Bad klein bleiben, sonst läuft es ab. In der Mitte des Bereichs anfangen und nach der Raupe nachstellen.

Wie viel Ampere für eine 4-mm-Elektrode?

Rutil in Wannenlage 130–190 A, quer 115–170 A, steigend 110–160 A, über Kopf 105–150 A. Eine basische 4er in Wannenlage 135–200 A. Sie passt zu Blechdicken von 6 bis 12 mm.

Autor: , Schweißer und Metallbauer Aktualisiert: